Journal

31. Oktober 2020

Eine Liebe nicht weniger tief. Weißmuster-Verschenkung

Liebe Freunde,

die Testpressungen für die 2LP "Eine Liebe nicht weniger tief" sind unlängst bei mir eingetroffen, belauscht und für wohlklingend befunden worden …

Diese sogenannten Weißmuster gibt es nur insgesamt 10 (!) Mal auf der Welt, und dabei handelt es sich um die Probe-Schallplatten des Presswerks, die zur Freigabe des Herstellungsvorgangs dienen.

Ich verschenken sieben davon an unsere treuen Shop-Kunden :)



Aus dem Newsletter:

Was ihr dafür tun müsst, dass euer Name im Los-Topf landet? Das ist kinderleicht!

Schreibt einfach bis einschließlich 6. November 2020 eine Mail 

mit 

- eurem Namen,
- eurer Adresse und
- eurer letzten Shop-Bestellnummer (HUV-Nummer, findet ihr in eurem Kundenkonto oder eurer Bestellbestätigung)

an

etwasglueck[at]AspsWeltEn.de

und sagt dem ASP-Team kurz und bündig, warum ihr euch über den Gewinn freuen würdet.

Die Gewinner werden in Asps Newsjournal veröffentlicht und natürlich von unserem Team benachrichtigt.

Das sind die einzigen Teilnahmebedingungen, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.


Viele Grüße, bleibt gesund und viel Glück bei der Aktion!
Asp


31. Oktober 2020

REAKTIVIERT

Liebe Freunde!

Es ist kein Geheimnis: Die Zeit ohne Konzerte bringt uns alle ans absolute Limit. Nicht nur die Gagen, sondern auch die mit Auftritten verbundenen Einnahmen unseres Merch-Standes sind weggebrochen. Die Situation erfordert ständige Um- und Neuplanungen, die sehr anstrengend, teilweise frustrierend und vor allem sehr zeitraubend sind.Dennoch arbeiten Asp und Lutz momentan mit Hingabe am neuen ASP-Album, welches den Abschluss des Fremder-Zyklus bilden wird. Natürlich immer wieder unterbrochen von neuen Krisenbewältigungskonzepten und Problemlösungsgrübeleien. Dennoch stehen die Chancen gut, dass wir uns alle im Herbst 2021 über neue Musik aus dem Hause ASP freuen können. Wenn alle gesund bleiben, wofür wir unser Möglichstes tun.Drückt uns die Daumen für dieses Vorhaben!

Wir haben einige weitere Ideen, wie wir unsere gebeutelte Kasse etwas auffüllen können.

Deswegen haben wir unseren 

EBAY-ACCOUNT REAKTIVIERT

In den kommenden Wochen werden wir über unseren offiziellen Ebay-Account einige absolute Raritäten versteigern. Dabei sind viele Original-Gemälde zu den Büchern: Zum Beispiel starten wir momentan mit einem herrlichen Wolfsmotiv aus dem neuen Bildband „Windrad“. Aber wir trennen uns auch von einigen anderen Raritäten aus Asps Privatarchiv.

Es kann sich lohnen, ab und zu dort reinzuschauen!
Dies ist übrigens der einzige offizielle Account. Alle anderen sind Nachahmer und haben nichts mit Asp oder ASP zu tun.

Beste Grüße,

Asp & Team


25. Oktober 2020

Gastbeitrag von Deinantiheld

Heute präsentieren wir euch im Asp-Newsjournal einen Gastbeitrag von Mattes, von der ausgezeichneten Comic-Website DeinAntiheld.de, der außerdem für den Comic-Podcast POW mitverantwortlich ist.
Er hat sich für euch mit "Zwielichtgeschichten Band 0" beschäftigt:

Unter „Nullnummer“ verstehen viele Menschen in der deutschen Umgangssprache etwas Enttäuschendes. Personen, Ereignisse oder Dinge, auf die man sich gefreut hat, die sich hinterher aber als nicht so erstrebenswert oder spektakulär wie erhofft herausstellen. Bei der Zeitung ist die Nummer Null hingegen eine Art Prototyp, den man potentiellen Anzeigenkunden vorlegen kann. Unter Comic-Freunden und -Sammlern wie meinem Freund Asp steht die scheinbar wertlose Ziffer aber häufig hoch im Kurs. Insbesondere in amerikanischen Heftserien, etwa bei den heute so populären Superhelden, ist sie ein besonderes Bonbon, das die vorhandene epische Story ergänzt, ihr zusätzliche Tiefe verleiht, dabei aber vorgelagert und zum Verständnis nicht zwingend notwendig ist.

Selbstverständlich beginnen solche Serien in aller Regel mit der Nummer Eins. Zu besonderen Anlässen, wie großen Publikumsmessen, einem Serienjubiläum oder einer Verfilmung, erscheinen dann häufig Sonderausgaben, die den gegebenen Anlass gebührend feiern sollen. Sie bieten Raum für Gastbeiträge anderer Künstler oder ganz andere, von der Hauptreihe abweichende Erzählweisen oder Stimmungen. In den Neunzigern druckte man dann gern die Null in das Nummerierungsfeld, denn ganz häufig wurden hier besonders unerwartete Dinge über die geliebten Comichelden offenbart, die sich zeitlich oft vor der eigentlichen Handlung abspielten und ganz neue Einblicke gewährten.

Durch ihre nicht frei verkäufliche Natur sind diese Ausgaben den wahren Fans vorbehalten. All jenen leidenschaftlichen Jägern, Sammlern und Mitfiebernden, die extra zu Veranstaltungen reisen oder unzählige Shops abklappern, um dieses für den Gelegenheitsleser vielleicht nicht so wichtige, für echte Enthusiasten aber unverzichtbare Artefakt und Puzzleteil ihrer Lieblingsgeschichte zu ergattern.

Für Asps wundervolle, audiovisuelle „Zwielichtgeschichten“ ist „Windrad“ genau so ein Puzzleteil. Seine unverwechselbaren, atmosphärisch dichten Texte sind dieses Mal nicht der zentrale Bestandteil, der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, um den sich die Illustrationen tummeln, wie wir es von seinen bisherigen stimmungsvollen Bilderbüchern gewohnt sind. Stattdessen wehen sie dezent und demütig um die endlich wieder erwachte Fauna unseres ausgezehrten Planeten. Ein neues Kapitel aus einer völlig anderen Perspektive mit einer wichtigen und dringenden Botschaft, die vortrefflich zu den anderen, deutlich fantastischeren Storys der liebevoll-ambitionierten Reihe passt. Dabei ragt sie aber viel weiter in unsere reale Welt mit ihren allzu realen Bedrohungen hinein. Denn auch wenn man sich gern in Asps fremde und dabei doch seltsam vertraute Welten entführen lässt, sollte man nicht vergessen, dass sie in dieser Realität ihren Ursprung nehmen. Einer Realität, die sich augenblicklich in einem beängstigenden Strudel aus Zerstörung, Hass und Selbstsucht befindet. Und kann es etwas Schöneres geben, als sich einer bezaubernden Geschichte zu ergeben und dabei nicht nur stumpf der Wirklichkeit zu entfliehen, sondern sich gleich noch Vorsätze für das echte Leben daraus mitzunehmen?

Windrad ist also sicher keine Nullnummer im Sinne des Volksmundes, sondern vielmehr eine Übernummer geworden. Oder vielleicht sogar ein drohendes Zero eines längst begonnenen Countdowns, welches abzuwenden der Bildband eindrucksvoll nahelegt.


DeinAntiheld.de – Alles über Comics
POW – Ein Comic Podcast


9. Oktober 2020

INTERVIEW: ASP SPRICHT ÜBER **HERUMOR**, Teil 2

Hier kommt der zweite Teil des ausführlichen Fan-Interviews zu Asps Side-Project HERUMOR. Viel Vergnügen beim Lesen!


Wie viele wunderbare kleine Zettelchen tummeln sich den auf, an und um deinen Kreativplatz herum mit Gedanken, Wortsequenzen oder anderen Inspirationen? Vermischen sie sich emotional, gedanklich und manchmal auch ganz handfest mit den Geschichten deiner aspischen Erzählzyklen? Stichwort: Genie im Chaos. (Mersadie O.)

Asp: Ich mag es nicht gerne chaotisch, auch wenn sich das nicht immer vermeiden lässt. Ich handhabe das meist so: Notizzettel und Ideenkärtchen werden in regelmäßigen Abständen durchgesehen und danach wieder in einer Schachtel verstaut, damit meine Schreibtische nur mit dem bedeckt sind, was ich für meine unmittelbar anstehenden Projekte benötige. Sonst wird es zu unübersichtlich. Außerdem habe ich viele Blöcke, auf denen ich Texte notiere, die aber ebenfalls streng getrennt nach „aktuellem Projekt“ und „für irgendwann“ benutzt werden. Das sorgt zumindest einigermaßen für Überblick.

Herumor - das neue Asps von Zaubererbrüdern oder doch ganz anders? Mit AvZ wurden damals ja bereits viele der Songs die auf dem neuen Album erscheinen live aufgeführt. Die Fans kennen/lieben die Lieder; fühlt es sich vielleicht sonderbar an diese „neu“ mit Herumor herauszubringen? Gibtes Bedenken oder Wünsche aus der Erfahrung von AvZ? (Kerstin P.)
Asp: Ich sehe Herumor nicht als das neue Asps von Zaubererbrüdern, sondern als das, was AVZ hätten sein sollen und vielleicht auch hätten sein müssen. Mit AVZ hätten wir es vermutlich nie geschafft, ein Album zu vollenden. Dafür waren wir einfach nicht fokussiert genug. Für mich fühlt es sich wunderbar an, dass die Lieder nun endlich als Album erscheinen, und ich traure der Zeit mit AVZ nicht mehr nach. Ich habe unfassbar viel Zeit und Energie dafür verbrannt, und die Lieder, die ich damals dafür geschrieben habe, sind das Schöne, das mir davon geblieben ist. Aber auch die damals „neuen“ Lieder habe ich bereits mit meinem guten Freund Patrick Damiani aus meinen Demos arrangiert, und die Band hat sie dann live gespielt. Und so haben wir dann nach der Auflösung weitergemacht. Dennoch freue ichmich natürlich, dass auch alte Weggefährten wie Tossi (Bass und Backings) und Thomas Zöller (Dudelsäcke und Flöten) auf dem Album zu hören sind.


Gibt es Menschen die dich bei dem Projekt besonders inspiriert oder berührt haben? (Kerstin P.) 


Asp: Alle Musiker haben mich mit ihrem wundervollen Instrumentenspiel sehr tief berührt. Ohne sie wäre dieses Album natürlich nur eine Idee auf meinem Schreibtisch geblieben.

Besonders eindrucksvoll ist mir noch die Schilderung aus dem Logbucheintrag zu SonaArta im Gedächtnis, wie du dich mit dem Text ins abgedunkelte Zimmer gestellt und singend nach der Melodie gesucht hast. Gänsehaut! Hat einer der Herumor-Songs eine ähnliche oder ähnlich besondere Entstehungsgeschichte? (Lily M.)
Asp: Jeder der Songs hat eine besondere Entstehungsgeschichte. Aber als Sänger der eigenen Texte gibt es solche intimen Momente, bei denen man alleine ist, immer wieder. Das Intro von „Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe“ ist auf eine ähnliche Weise entstanden wie SonaArta. Gerade diese Folkmelodien entstehen oft durch das, was der Gesang vorgibt. Eine sehr körperliche und ursprüngliche Erfahrung. Deswegen habe ich auch so eine starke Bindung zu Folkballaden. Geschichten, die nicht nur erzählt werden, sondern gesungen. Aber esgab diesbezüglich zugegebenermaßen auch Amüsantes. Die Musik zu „Achte meiner Liebe nicht“ ist eigentlich ein wenig zu flott, um diesen Text drauf zu singen. Da musste ich unglaublich viel üben, um das einigermaßen hinzubekommen, ohne mich ständig zu verhaspeln. Es wäre ein Leichtes gewesen, den Song einige Beats langsamer zu schreiben, aber ich wollte unbedingt diese Jagd, das Gefühl des Verfolgt-Werdens durch das Tempo unterstützen. Das hat mich noch bis zum Schluss bei den finalen Gesangsaufnahmen im Tidal Wave Studio im Sommer verfolgt. Die Demos zum„Treuen Troll“ habe ich übrigens ganz im Gegenteil zum Songtext nicht in der gleißenden Morgensonne, sondern nachts eingesungen, mit ganz wenig Leselicht. Das war sehr episch und ein toller Moment. Denn der Troll ist ja ein Wesen der Nacht. Natürlich strahlte mich mein iMac währenddessen an, deswegen wird man aber nicht zum Internet-Troll. Welch ein Glück.

Gibt es eine ganz besondere Erinnerung zur Entstehung des Albums – peinlich, emotional oder gar frustrierend, welche Dir spontan als Erste dazu einfällt? (Kerstin P.)

Asp: Da die Entstehung des Albums über so viele Jahre stattfand, ist das nicht so leicht zu beantworten. Aber ich muss schon sagen, dass es nach der Beendigung der AVZ-Phase wirklich nur noch sehr wenige Frust-Phasen gab. Die gibt es dann meistens, wenn das musikalische Kind dann in die Mühlen des Musikbusiness geschubst werden soll, wenn die Nicht-Musiker beginnen, sich einzumischen. Aber das ist der ASP-Asp ja irgendwie gewöhnt und konnte den Herumor-Asp zumindest ein bisschen an die Hand nehmen und trösten. Logisch, wenn man ein Album macht, das so zart und verletzlich ist, dann bräuchte man selbst ein starkes Rüstzeug.

Wie reagieren deine Bandmitglieder eigentlich auf die Fülle deiner Ideen? Werden da regelmäßig die Hände über den Kopf zusammen geschlagen? Schließlich verlangst du ihnen und dir ja unheimlich viel ab, um uns mit wunderbaren Werken, in sehr hoher Qualität zu beglücken. (Anne H.)
Asp: Bei Herumor gibt es ja keine wirklichen Bandmitglieder, es gibt Musiker, die ins Studio kommen und der Musik eine große Portion Feenzauber verpassen. Und tatsächlich habe ich keinerlei negative Reaktionen oder Überforderungen mitbekommen. Alle freuen sich und geben tapfer ihr Bestes.

Sind das ASP- Universum und die Anderswelt von Herumor wirklich zwei strikt voneinander getrennte Sphären oder gibt es Überschneidungen? (Melissa F.)
Asp: Ich selbst stelle ja bereits die große Überschneidung dar, ohne mich irgendwie dabei wichtigmachen zu wollen. Aber natürlich ist meine Art, Songs zu schreiben und zu produzieren, ohnehin eine sehr besondere und selbst für die verrückte Musikwelt nochmal ziemlich speziell. Das ist bei ASP und Herumor sehr ähnlich und deswegen sind die Welten natürlich verwandt. Vielleicht ist der Hauptunterschied, sieht man mal von denverschiedenen als Basis benutzten Musikstilen ab, dass es bei Herumor bisher nicht geplant ist, so stark in langen und miteinander verknüpften Zyklen zu erzählen, sondern eher in „Kurzgeschichten“ zu denken. Aber das ist auch nur eine Momentaufnahme. Vielleicht packt es mich ja dochirgendwann, und es gibt ein richtiges Fantasy-Konzeptalbum.

Vielleicht auch nicht. Das muss die Zeit zeigen. Natürlich hoffe ich, dass ASP-Fans auch Herumor mögen können und, sobald es welche gibt, Herumor-Hörer auch den Schritt zu ASP wagen. Es werden natürlich Menschen, die schon meine Stimme bei ASP furchtbar finden, auch in diesem musikalischen Gewand nichts mit ihr anfangen können. Ach, wir werden sehen. Sowieso denke ich, dass beide so weit abseits vom Mainstream angesiedelt sind, dass sowieso nur sehr wenige Menschen davon erfahren werden. Ich bin sehr froh, dass es Überschneidungen gibt, zum Beispiel in der über Jahre aufgebauten Infrastruktur von ASP. Ich habe die Chance, mein Album über einen supertollen Shop anzubieten, brauche ihn nicht erst aufzubauen.

Ist Dir beim Schreiben immer sofort klar, dass ist eine Geschichte für Herumor oder eben eine für ASP? (Sven A.)
Asp: Bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen weiß ich das tatsächlich schon ganz früh im Entstehungsprozess. Erstens ist es allein schon von meiner nötigen Schreib-Disziplin her oft so,dass ich mich hinsetze und ganz gezielt für das jeweilige Projekt schreibe. Ich warte nicht auf Inspiration und schaue dann, was draus wird, sondern ich habe meist ganz geplant eine Aufgabe vor mir, mit der ich mich zu beschäftigen habe. Da heißt es dann: „Heute schreibst du den ganzen Vormittag für das Horror-Vacui-Buch“, oder: „Dienstag konzentrierst du dich ganz auf das neue ASP-Album!“
Anders würde ich diese vielen Geschichten gar nicht in den Griff bekommen. Aber manchmal geschieht es, da macht sich die Erzählung selbstständig, bekommt eine andere Wendung und plötzlich wird aus einer im Zwielicht begonnenen Geschichte ein rabenschwarzes Nachtstück. Dann nehme ich das ganz freudig hin und heiße es willkommen, lasse mich von der Geschichte tragen und lasse es geschehen.


Kann man hoffen bei den anstehenden dunkelromantischen (Winter-) jetzt Sommernächten "Kreatour" das ein oder andere Stück vom neuen Herumor Album live zu hören? (Sabrina S.)
Asp: Nein, das ist nicht geplant. Wir haben für diese ASP-Konzertreise eine tolle und wirklich ausgesucht feine Songauswahl vorbereitet und sogar ein tolles neues Stück im Gepäck, das speziell für diese Tournee geschrieben wurde. Da die starke Vermischung von AVZ und ASP damals enorm dazu beigetragen hat, dass uns live viele Steine in den Weg gelegt wurden, werde ich in Zukunft stärker darauf achten, dass die Projekte getrennt bleiben, auch in dieser Richtung.

Wird es im Rahmen von Herumor weitere Duette/ Stücke mit Nic Frost geben? (Stefanie B.)
Asp: Geplant ist nichts in der Richtung, aber Nics Stimme ist für mich eine der interessantesten, spannendsten Frauenstimmen überhaupt. Und wenn ich wieder etwas in der Richtung mache, dann steht sie dementsprechend immer ganz weit oben auf der Liste.

Du berührst mich mit Deinen Stücken tief in meinem Innersten und ich würde Dir das gern auch zeigen/sagen. In welcher Form kann ich das am Besten tun? (Stefanie B.)
Asp: Nun, der beste Weg ist, Beifall zu spenden und die Projekte zu unterstützen. Zumindest ist das die Weise, es für mich am besten zu tun. Aber vermutlich ist das nicht die Antwort, auf die du gehofft hast? Für alles darüber hinaus haben wir ja noch eine schöne Postfachadresse, an die man Briefe schreiben kann. Ich lese die auch. Ganz ehrlich.

Gibt es auf dem Album eine Geschichte, die du häufiger als alle anderen mit ins Bett genommen und nachts in Gedanken hin- und hergewälzt hast? So eine Art Fluch und Liebe gleichzeitig? (Navina A.)

Asp: Allerdings! Und dabei handelte es sich ausgerechnet um das kürzeste und vielleicht sogar unscheinbarste Stück. „Happy End für alte Knochen“ hat mir wirklich viel Kopfzerbrechen beschert und die ein oder andere schlaflose Nacht. Ich wusste von Anfang an, dass ich diesen erlösenden, tröstlichen Schluss aus dem Buch auch musikalisch anbiete möchte. Aber tatsächlich dauerte es für meine Verhältnisse ewig, bis ich eine richtig gute Möglichkeit gefunden habe, denn ich merkte rasch, dass es eben nicht eins zu eins wie im Buch geschrieben in einem Lied funktionieren würde, und es war eine echte Herausforderung, es so nah wie möglich am ursprünglich Gedichteten zu belassen und doch in eine Liedform zu gießen, die für mich funktionierte. Vor allem fand das alles ziemlich am Schluss der langen Produktionsphase statt, und ich hatte mit so viel Widerstand dieser frechen Zeilen gar nicht gerechnet.

Stücke wie „Schneekönigin, wohin“ und „Rüstzeug“ haben bei vielen Fans nachdem sie erstmals live zu hören waren tiefe Spuren hinterlassen und es gab über eine lange Zeit Stimmen die um die Veröffentlichung dieser Stücke baten. Hast Du diese Resonanz mitbekommen und hat es etwas mit Dir gemacht? (Melissa F.)
Asp: War das so? Ich habe nicht so viel davon mitbekommen, aber umso schöner, und es freut mich, wenn nun der Wunsch dieser Fans endlich erfüllt wird. Für mich ist es natürlich auch ein sehr langer Weg gewesen, und ich kann mir gut vorstellen, dass einige Menschen vom ersten Kosten der Songs an eine ähnlich lange Durststrecke erlebt haben.
Am 20. November ist sie endlich vorbei.


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ASP – eine magische Verbindung

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3. Oktober 2020

INTERVIEW: ASP SPRICHT ÜBER **HERUMOR**

Wer könnte Asp besser über sein neues Side-Project Herumor und das Debut-Album "Eine Liebe nicht weniger tief" ausfragen als die Fans? Richtig, niemand. Heute könnt ihr seine Antworten in einem ausführlichen Interview lesen:

Worin lag für Asp der Hauptgrund bzw. der Vorteil, ein Nebenprojekt zu gründen? (Timo P.)
Asp: Warum macht man Projekte? Der Hauptgrund ist natürlich die pure Lust gewesen, mich neben ASP noch in einem folkigeren Projekt austoben zu dürfen. Ich habe mein Nebenprojekt genauso gegründet wie damals das Hauptprojekt: aus purer Leidenschaft für das Genre. Freilich tragen beide Projekte meine ganz persönliche Handschrift, ob man das nun als Vor- oder Nachteil empfindet, aber ich arbeite ja auch mit einem anderen Team zusammen, was zusätzlich eine andere Klangästhetik fördert. Ob sich dadurch weitere Vor- oder Nachteile ergeben, wird sich zeigen. Ob sich durch die etwas weniger düsteren Themen mehr Leute dafür begeistern lassen oder sich ihnen dadurch eine etwas einladendere Tür öffnet, durch die sie Zugang zu meinen Werken finden können, wage ich nicht zu prognostizieren. Nun fällt mir jedoch ein großer Vorteil ein: Mit Herumor bin ich an keinerlei fremd auferlegten Zeitpläne und Deadlines gebunden. Bei ASP ist das ja ein wenig anders. Ich hoffe, ich habe die Frage richtig verstanden und zur Zufriedenheit beantworten können.

Der Fremder Zyklus neigt sich dem Ende ... wird es einen neuen, ins Thema greifenden Zyklus geben, oder wird "Herumor" perspektivisch "ASP" ablösen? (Torben F.)
Asp: Ohne nun zu viel verraten und über eine ganze Schachtel ungelegter Eier sprechen zu wollen:


Nach dem Fremder-Zyklus wird es einen weiteren Erzähl-Zyklus geben, so die Gesundheit und die Kraft mich nicht verlassen. Dieser wird dann gemeinsam mit dem Schmetterling und Fremder einen Kreis schließen. Aber ich werde den dritten Zyklus nicht direkt im Anschluss an „Fremder 5“ veröffentlichen, denn ich möchte mit ASP zunächst einige andere Ideen umsetzen. Dies zeigt schon mehr als deutlich: ASP wird auch weiterhin mein Haupt-Projekt bleiben, ich habe wahnsinnig viel vor und an einen wie auch immer gearteten Rückzug auf ein Folk-Altenteil ist nicht zu denken. Ich mache Rock, weil ich es liebe, ich habe ein Folk-Projekt, weil ich es liebe. Musikalisch polyamourös. Herumor soll ASP in keiner Weise ablösen!

Werden weitere Herumor Songs als Bildband separat veröffentlicht werden? (Timo P.)
Asp: Ich möchte das unbedingt weiter so handhaben wie bisher und habe die große Hoffnung, dass sich auch weitere Illustratoren und Maler für diese schöne Bilderbuchreihe finden. Und wenn es sich so ergibt, dann werde ich das auf jeden Fall fortführen, da es eine weitere große Leidenschaft von mir abdeckt.

Wählst Du schon beim Schreiben des Textes aus, zu welchen Zeilen des Liedes Bilder angefertigt werden sollen und wie diese ungefähr aussehen sollen oder lässt Du den Künstlern dabei freie Hand? (Nathaly A.)
Asp: Zu dem Zeitpunkt, wenn ich die Liedtexte verfasse, sind solche Überlegungen noch ganz weit weg. Zuerst kommt das Lied, dann erst das Buch. Alles andere würde mich beim Komponieren viel zu stark beeinflussen. Vielleicht wäre es spannend, mal ein Lied zu machen, bei dem ich gleich an die visuelle Umsetzung denke, aber momentan scheint mir das als eine Herausforderung, die ich aufgrund des Arbeitspensums eher auf einen späteren Zeitpunkt verschieben würde. Das erklärt übrigens auch, warum es zu einigen Herumor-Stücken kein Bilderbuch gibt. Manche halte ich weniger gut dafür geeignet, sie zu illustrieren. „Schneekönigin, wohin“ ist so ein Lied. Der zweite Teil der Frage ist übrigens recht einfach zu beantworten: unterschiedlich! Ich arbeite mit den verschiedenen Illustratoren so, wie es für die Erzählung und ihre Vorlieben am besten ist. Das entscheidet sich ganz individuell nach den Bedürfnissen dieser beiden Komponenten.

Holger Much zum Beispiel ist jemand, dem drückt man einen Liedtext in die Hand, dann verschwindet er damit in sein Atelier und kommt wenige Monate später mit einem fertigen Buch wieder heraus. Entsprechend gebe ich ihm natürlich gerne die Texte, die in sich schon eine sehr starke Erzählung tragen. Mit Timo Wuerz ist alles ganz anders. Für ihn schreibe ich immer ein ganz genaues Script, ganz gleich welche verrückte Erzählstruktur umgesetzt wird. Bei Fabia Zobel habe ich sowohl das eine als auch das andere schon gemacht. Während „Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe“ im Grunde den Liedtext ganz geradlinig illustriert, haben wir bei „Zwielichtgestalten“ eine große Erweiterung der Lyrics geschaffen, die eine zusätzliche Dimension der Story erzeugen sollte. Und das dritte Projekt mit ihr … ups. Basiert gar nicht auf einem Herumor-Text, gehört hier also nicht wirklich hin. Hihi.


Wie ist dieses wunderschöne Cover des Albums entstanden? (Konstantin W.)

Asp: Zur Entstehung kann ich nichts sagen, das bleibt das Geheimnis des Fotokünstlers. Was ich aber dazu sagen kann, ist, dass ich über dieses Bild vor einigen Jahren gestolpert bin, als Alex Storm mir die Seite von Justin Peters im Netz zeigte. Er macht wirklich grandiose Sachen (Justin, nicht Alex), aber als ich dieses Bild gesehen habe, war ich schockverliebt und hatte eine Gänsehaut, die mehrere Tage anhielt. Es dauerte noch Jahre, bis ich dann endlich eine Gelegenheit hatte, ihn anzuschreiben und zu fragen, ob ich es für mein Herumor-Album lizensieren dürfte. So habe ich bisher nie gearbeitet, aber ich wusste, wir sind füreinander bestimmt, dieses Bild und ich. Das klingt nun irgendwie Stalker-mäßig, bitte den letzten Satz streichen ;)


Wird es zukünftig ggf. auch reine Herumor Konzerte geben? Oder bleibt es ab und an bei einzelnen Stücken zu besonderen ASP-Touren? (Kati M.)
Asp: Ach, Konzerte. Ein sehr, sehr bitteres Thema. Aber ich will die Frage mal so beantworten, als spielten äußere Einflüsse keine Rolle. Bisher sind keine Konzerte mit Herumor geplant. Ich würde wahnsinnig gerne Herumor-Konzerte geben, aber ich fühle mich einer zweiten so großen Anstrengung derzeit nicht wirklich gewachsen. Denn die Konzertplanung, die Logistik und die großen Investitionen, die dafür nötig sind, die sind zumindest zum jetzigen Zeitpunkt für mich nicht leistbar. Außerdem muss man auch einfach abwarten, ob es in Zukunft überhaupt noch ratsam sein wird, solche Risiken bei einem neuen, nicht etablierten Projekt einzugehen. Das muss die Zeit nach Corona in einer veränderten Live-Landschaft erst zeigen. Aber wenn es so weit kommen sollte, dann strebe ich eine strikte Trennung zwischen ASP und Herumor an. Wenn ich eins aus dem Asps Von Zaubererbrüdern-Debakel gelernt habe, dann ist es, dass es besser ist, es nicht zu stark durcheinander zu würfeln. Das heißt nicht, dass es völlig ausgeschlossen ist, mit Herumor mal einen ASP-Song im Gepäck zu haben, aber lieber schreibe ich noch einige schöne Stücke für Herumor und warte, bis ich genug für eine eigene Setlist zusammenhabe. Das klingt nun erstmal wahrscheinlich wie eine Fehlentscheidung, denn warum sollte man den Bekanntheitsgrad der ASP-Songs nicht nutzen, aber langfristig halte ich es für die bessere Lösung für alle Beteiligten.

Das erste Album trägt den Beinamen "Zwielichtgeschichten I". Das lässt darauf schließen, dass weitere Alben zumindest vorgesehen sind. Gibt es hierzu schon Ideen, Vorstellungen, Pläne oder liegt das alles noch in unabsehbarer Zukunft? (Konstantin W.)
Asp: Ja. Die ersten Song-Ideen dafür existieren bereits, und ich werde sicher auch in einigen Wochen wieder an einem konkreten Stück arbeiten, aber zuerst ist das neue ASP-Album dran, das nun meine (relativ und für meine Verhältnisse) ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen soll.

Wie hat das Kind seinen Namen bekommen? Wieso wurde dieses Zweitprojekt ausgerechnet HERUMOR (Quenya: Schwarzer Herr) getauft? (Katrin L.)
Asp: Genau so. Es ist nach Tolkiens Begriff benannt. Passt doch auch wie die Faust aufs Auge, nicht wahr?

Bist du nicht schon komplett ausgelastet mit ASP, den Merchandisingunternehmen usw.? Oder bist du einfach ein fleißiges Bienchen mit unendlich vielen Ideen? (Nina R.)

Asp: Ich bin ein fleißiges Bienchen mit unglaublich vielen Ideen. Manchmal fühlt sich mein Kopf sogar so an, als wäre dort ein ganzer Bienenschwarm mit Ideen. Ich bin natürlich mehr als ausgelastet mit meinen Jobs. Aber manchmal schlägt einfach der Künstler in mir zu, schiebt alle anderen beiseite und vergisst dabei, dass alle zusammen in einem einzigen Körper wohnen, welcher bis zur totalen Erschöpfung getrieben wird. Bitte kein Mitleid deswegen!


Was fühlst du, wenn du an Herumor arbeitest/gearbeitet hast? (Christian D.)
 Asp: Das kommt sehr drauf an, welche Arbeit daran es gewesen ist. Aber meistens    empfinde ich eine Mischung aus Erschöpfung und Erfüllung, wenn ich an einem Projekt gearbeitet habe.

Bezogen auf die wunderschönen Bücher zu den Zwielichtgeschichten: gibt es einen Künstler mit dem du gern zusammenarbeiten würdest? (Steffi E.)
Asp: Da gibt es viele. Ein absoluter Traum wäre Alessandro Barbucci. Sein Strich ist so unglaublich elegant und schön, ich liebe seine Arbeiten. Aber auch Benjamin von Eckartsberg könnte ich mir gut vorstellen. Und natürlich die klassischen Tolkien-Künstler Howe und Lee. Man wird ja noch träumen dürfen … Oder Dave McKean für etwas schön Verrücktes oder Gris Grimly. Hach, ich könnte stundenlang aufzählen.

Wonach wählst du den Künstler aus, der deine Texte in Bilder umsetzen darf? Oder schreibst du gar Texte zu bereits vorhandenen Gemälden, die dann nur weiter vervollständigt werden? (Grit H.)

Asp: Ähm. Interessante Idee, kann mir aber nicht vorstellen, dass das so umsetzbar ist. Erst kommt die Geschichte, dann die Umsetzung in Bildern. Die Künstler habe ich auf ganz verschiedene Weise kennengelernt. Timo Wuerz kenne ich ja bekanntlich seit dem Pleistozän, Holger und ich kennen uns aus der „Szene“ und Fabia hat mir Timo vorgestellt. Alles ganz natürlich gewachsen.

Der Albumtitel „Eine Liebe nicht weniger tief“ hat mich wunderschön eiskalt erwischt. Wie kam er zustande? (Alessandra M.)

Asp: Er flog mir einfach so zu, dieser Titel. Ich dachte mir, es sei ein phantastischer Name für das Werk, um dem Hörer Raum für seine eigenen Interpretationen und Gefühle zu lassen. Die ersten Reaktionen lassen vermuten, dass dieser Plan aufging.

Beschreibe "Eine Liebe nicht weniger tief" mit einem Duft. (Lily M.)
Asp: Waldbodenduft im Frühling.


Welche der Geschichten auf dem Album hat dich vielleicht selbst überrascht - eine Wendung genommen, die du nicht vorhergesehen hast, zum Beispiel? (Lily M.)
Asp: Eigentlich überraschen mich die meisten meiner Geschichten während ihrer Entstehung. Sehr ausgeprägt geschah dies allerdings bei „Achte meiner Liebe nicht“, der eigentlich als eine Art „Königskinder“-Variation begann und sich dann im Schreibfluss doch wieder in eine wahrhaftige Anderswelt- und Fantasy-Story verwandelt hat. Ich bin sehr glücklich darüber.

In deinem Logbucheintrag zu „Abyssus 2 (Musik)“ thematisierst du, wie Musik das innere Kind emotional berühren kann. Du hoffst, dass es dir mit deiner Musik gelingt eben dieses bei anderen auszulösen. Nun meine Frage an dich, kann es auch vorkommen dass du von deinen eigenen Songs so berührt wirst? (Svenja G.)
Asp: Das kann und muss vorkommen. Ich halte es sogar für nötig, um unverstellt und ohne Gängelband von fremden Einflüssen meine Geschichten und Lieder „aufzuspüren“. Aber es ist genauso notwendig, zu einem bestimmten Zeitpunkt des Arbeitens dieses Gefühl festzuhalten und dann ganz erwachsen damit weiterzugehen, ihm ein Zuhause zu bauen.

War es von Beginn der Zwielichtgeschichten der Plan, alle Lieder zusammen auf ein Album zu packen oder entstand die Idee dafür erst später? (Joe L.)
Asp: Nun, ganz zu allererst und vor gefühlt tausend Jahren sollte daraus ja ein Asps Von Zaubererbrüdern-Album werden. Dann allerdings ließ ich die Idee einige Jahre komplett los und hatte gar nicht so fokussiert im Blick, eine ganze Sammlung von diesen Liedern zu einem Album zu vereinen. Aber ganz klar: Ich bin eben doch ein alter Alben-Fan (z. B. Nachtalben, hüstel), und irgendwie fühlte sich das Projekt unvollständig an. Und da viele davon ausgehen, dass die Veröffentlichungsform Album und ganz speziell der Tonträger CD in den kommenden Jahren langsam verschwinden wird, wuchs in mir der Wunsch immer stärker. Denn ich wollte unbedingt eine CD und eine Vinyl von diesen schönen Stücken in den Händen halten. Inklusive Artworks.

Werden über die Geschichten in den Liedern, die noch nicht in Buchform existieren, auch noch Bücher entstehen? (Joe L.)
Asp: Wie oben erwähnt: Nicht alle eignen sich gleich gut für eine Bebilderung. Ich denke, ein Bilderbuch von „Rüstzeug“ wäre auch absolut nicht jugendfrei. Ich denke, es wird auch in Zukunft bei Herumor immer Songs geben, die als Buch vorab erscheinen, und welche, die danach eben auf dem Album ohne Bilderbuch dazukommen werden. Eigentlich ja auch eine wunderschöne Art der Veröffentlichung. Ich habe aber auch von unzähligen Menschen gehört, die die Bücher haben links liegen lassen und die sich nun einfach das Album holen. Wahrscheinlich wäre denen sogar ein Download ausreichend. Das wird es ja für die Musik-Puristen ebenfalls geben.

Hast du besondere „Rituale“ beim Texte schreiben? (Lara W.)
Asp: Für Rituale habe ich keine Zeit. Ich setze mich lieber hin und schreibe los.

Woraus schöpfst du Energie und Inspiration? (Lara W.)
Asp: Ich schöpfe meine Energie aus Spaziergängen im Grünen in Hundebegleitung. Inspiration schöpfe ich aus jedem Atemzug und aus allem, was mir begegnet. Niemand ist unbeeinflusst von äußeren Eindrücken, ich auch nicht. Aber oft sind es die umherstreifenden Gedanken, die sich zu einer Geschichte verdichten. Ich pflücke sie aus der Luft, lasse sie mir vom Wind einflüstern, bringe sie mit aus einem Traum.

FORTSETZUG FOLGT …
Erfahrt im zweiten Teil des großen Fan-Interviews, wie Asp seinen Arbeitsplatz gestaltet, wie unordentlich er ist, welche "Bettgeschichten" es bei bei der Entstehung des Albums gab und vieles mehr!


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ASP – eine magische Verbindung

FOTOS: Heilemania

27. September 2020

Was tun wir nicht alles

Dies ist für alle meine Freunde und Kollegen dort draußen.
Als Zeichen der Solidarität. Und als weitere Stimme im Chor der Rufenden, gerichtet an jene, in deren Verantwortung es liegt, endlich Maßnahmen zu ergreifen. Und zwar Maßnahmen unabhängig von irgendwelchen subjektiven Urteilen, Vorurteilen und Verurteilungen, was in diesem Lande Kultur ist und was nicht.
Dies ist kein Gejammer. Dies ist kein Diskussionsanstoß zur Pandemie und dem Sinn oder Unsinn der so genannten Corona-Beschränkungen.
Es geht nur um eine Berufsgruppe, die keine Lobby besitzt, außer ihren Fans, Besuchern, Zuschauern und Hörern.



Was tun wir nicht alles

… um andre nicht durch Nähe zu gefährden?
Doch wird es wieder so wie früher werden?

Wenn alle sich ans Einsam-Sein gewöhnen
und unter Masken endlich nicht mehr stöhnen?
Wer wird zu Geigen, Lauten, Trommeln greifen,
wenn in ihm Furcht und Existenzangst reifen?
Wenn viele all die steinig-harten Wege
gezwungen sind von vorn zurückzulegen?
Wie Sisyphos dem Stein blickt hinterher,
der in das dunkle Tal rollt, groß und schwer.
Die Plätze vor Manegen und den Bühnen,
wo ungeknickt die Wiesengräser grünen.

Noch schwingst du am Trapez sanft hin und her,
die Finger taub. Die Luft ist bald schon leer!
Du siehst die Clowns verschwinden mit den Netzen,
und stürzt du ab, wirst du dich schwer verletzen.

Vorm Spiegel übst du Mimik und Gebärden.
Doch wird es wieder so wie früher werden?

Und wird’s nicht eher so, wie’s davor war,
vor Publikum, Applaus, Verehrer-Schar?
Als deine Träume Angst und Trauer schürten,
weil deine Eltern nicht das Feuer spürten,
den Weg als Kapriole, Leichtsinn sahen
und jeden Tag, seit Jahrn, das Ende nahen.
Du hast gelernt, geübt, warst nie untätig.
Doch nun sieht sich ein jeder – froh! – bestätigt.

Dein Weg war voller Herzblut, doch riskant,
und plötzlich bist du wieder „Musikant“.

Du hast so viel geleistet und gewagt
und hörst das alte „Hab ich’s nicht gesagt?“
Die Opfer, die du brachtest, warn so viele,
und du erreichtest ungeahnte Ziele
und schuftetest dich krumm fürs täglich Brot,
doch plötzlich herrscht für dich Berufsverbot.

Du legtest Hand an hinter den Kulissen.
Wird man die unsichtbare Kraft vermissen?

Die vielen guten, arbeitsamen Hände,
die Tatkraft, ohne die nichts je stattfände.
So viele Helfer bündeln all ihr Streben,
um Bühnen nur für andere zu geben.
Sie stehn am Rand, wenn andre darauf singen,
Theater spielen oder Saltos springen.
Sie schieben kunstvoll Regler, drehn die Knöpfe,
zerbrechen sich den ganzen Tag die Köpfe.
Sie müssen, wollen immer Einsatz bringen,
und ohne sie gäb es auch kein Gelingen.
Ob sie die „Stars“ zur Bühne eskortieren,
sie Technik oder Licht organisieren,
sie hunderte mit Speis und Trank versorgen,
die Bühnen auf- und abbaun bis zum Morgen.
Ob sie mit Klemmbrett oder Schraubenschlüssel
hantieren, oder mit Besteck und Schüsseln,
ob sie bewaffnet sind mit Puderquasten,
mit Eyelinern, Kajal, Mephistomasken,
sie tragen Wichtiges zum Ganzen bei,
sind alle Teil der großen Zauberei.

Denn ohne sie wär alles öd und leis
und alles dunkel ohne ihren Fleiß.
Oft sehr bescheiden und doch so famos,
nun sind sie unsichtbar UND arbeitslos.
Wie viele können später wiederkehren,
wenn wir Respekt und Hilfe heut verwehren?
Das Abseitsstehen ohne Ruhm ist eines,
doch etwas völlig anderes, Gemeines,
ist’s, sagt man diesen Menschen, einfach allen,
dass sie auch durch Gesellschaftsmaschen fallen.
Wer wendet sich nun ab von dem Problem?
Warum versagt das Solidarsystem?
Wie solln sie alle ihren Mut erneuern?
Wie durch der Zukunft Nebelbänke steuern?
Sie gaben alles, auch für dich und mich.
Jetzt lässt man sie mit ihrem Werk im Stich.
Nun brauchen sie auch einmal Rampenlicht.
Seht ganz genau hin, es ist eure Pflicht!

Nicht alles lässt sich in Applaus bemessen,
verhallt wird er bald sein, wie wir vergessen.
Wir rufen zwar: „Our show, it must go on!“

Doch wenn man uns nicht hilft, sind wir verlorn.
So viele Rücken sind uns zugekehrt.
Los, nehmt uns wieder wahr, wir sind es wert!
Wir sind nicht Taugenichtse, Vagabunden,
wir haben uns genau wie ihr geschunden,
sind Steuerzahler und Gesellschaftsstützen!
Nun wär es an der Zeit, auch uns zu schützen.

Wir wollen keine läppischen Almosen,
doch fühlen wir uns langsam ausgestoßen,
vergessen, als entbehrlich abgestempelt.
Es wurde unser Dasein umgekrempelt,
und schuldlos dürfen wir nun nicht mehr glänzen.
Das ist das Ende vieler Existenzen.

Mit uns habt ihr so vieles zu verlieren,
dabei sind es doch Jobs, die funktionieren,
oft Lebens- und Berufsspezialkonstrukte,
genial und einzigartig, doch nun schluckte
die große Depression der Pandemie
so viele. Die erholen sich auch nie.
Man lässt sie alle nun im Regen stehen.
Und bald werden sie in der Schlange gehen,
so wie das Publikum zu tun es pflegte,
bevor man uns Zwangspausen auferlegte.

Konzernen hilft man gerne mit Millionen,
Milliarden gar, und rettenden Aktionen,
dem Geld, das auch von unsren Steuern stammt.
Im Ernst, für uns bleibt nur der Weg zum Amt?


Die Umsätze, die man gemeinsam schaffte,
die Steuern, die der Fiskus an sich raffte,
das alles soll nun anderen bloß nützen?
Wir sollen das System zwar unterstützen,
doch geht es nun auch um das Profitieren,
solln wir viel mehr als andre nur verlieren?
Als ob die Branche nichts gewesen wär?
Verzeihung, das klingt nicht gerade fair.

Und offensichtlich ist: Greift niemand ein,
wird für uns bald endgültig Stille sein.

Und dunkel bleiben bald auch die Theater,
es freun sich immerhin Steuerberater.
Nichts gegen den Beruf! Nicht falsch verstehn.
Wir sind bereit, den harten Weg zu gehn.
Sind weiterhin bereit, uns zu verschleißen
und täglich unsre Ärsche aufzureißen.
Wir machen uns auch gern für euch zum Affen,
doch ohne Hilfe ist das nicht zu schaffen.

Es ist schon heute leider völlig klar:
Für uns wird nichts mehr sein, wie es mal war.

Muss für uns, um nicht andre zu gefährden,
denn wirklich alles so gefährlich werden?

30. August 2020

Experience Me like never before!

Liebe ASP-Freunde,

elf und ein Jahr ist es bereits her, dass der wundervolle Puppentrick-Kurzfilm des Songs „Me“ das Licht der Öffentlichkeit erblickte!

Da kann man schon mal extrem nostalgisch werden. Das geschah vor einigen Tagen bei meinen Freunden MagnaMana und Thomas Klieber, damals für die Produktion dieses visuellen Leckerbissens zuständig, und davon unabhängig auch bei mir. Seit einigen Jahren liegt hier eine höher auflösende Version vor, die ich aus Zeitgründen noch nicht hochgeladen hatte (es war ja immer recht viel los in den vergangenen bitte beliebige Zeiteinheit einfügen).

Als wäre es Gedankenübertragung, meldete sich Thomas bei mir und verriet, dass wir eine neue Version in atemberaubenden 4K zur Verfügung stellen können.

Das ist natürlich ein nie dagewesener Auflösungsgenuss!

Ich freue mich, ankündigen zu können, dass wir mit dieser Version eine schöne kleine Premiere auf Youtube feiern können, und zwar am

Donnerstag, den 3. September, um 19:30 Uhr!

29. August 2020

Herumor: Eine Liebe nicht weniger tief

Liebe Freunde,


so wird das CD-Cover aussehen:

und so das Vinyl-Cover:

Ich finde beide wunderschön!

Euer

Asp

28. August 2020

Experience me like never before!

… und nächste Woche …


24. August 2020

Herumor. Es gibt ein Datum!

Liebe Freunde des musikalischen Geschichtenerzählens!

Am 20. November erscheint das lange, lange erwartete
Herumor-Debut-Album
„Eine Liebe nicht weniger tief“. 


Und heute möchte ich verraten, wie die so genannte Tracklist des Albums aussehen wird. Die darauf enthaltenen Lieder/Geschichten werden die folgenden sein:

Zwielichtgestalten
Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe
Rüstzeug
Die Ballade vom „Treuen Troll“
Windrad
Nie am Tage
Achte meiner Liebe nicht
Schneekönigin, wohin
Happy End für alte Knochen

Einige davon kennt ihr bereits von lange verklungenen Konzertabenden oder von der Zwielichtgeschichten-Buchreihe.

Für das Album wurden alle Songs, die in den vergangenen Jahren erschienen sind, mit viel Fingerspitzen- und Zartgefühl neu gemischt und gemastert. Denn natürlich müssen sie alle wie aus einem Guss klingen, wenn sie zusammen ein Album ergeben sollen. Patrick Damiani hat diese schwierige Aufgabe perfekt gemeistert, muss ich sagen. Auch denke ich, dass diejenigen, die bereits die alten Versionen besitzen, mit den neuen Mixen ihre Freude haben werden. Neue Details sind zu entdecken.

Das Album wird übrigens als CD, Kauf-Download und Doppel-LP erscheinen. Für die Schallplatte haben wir ein spezielles Vinyl-Mastering erstellen lassen.

Weitere Infos in Kürze!

Asp


19. August 2020

Kleines Update von Asp

Liebe ASP-Freunde,

es ist allerhöchste Zeit, euch mit einigen Neuigkeiten und Updates zu versorgen.

In den vergangenen Wochen hat sich die Lage weiter zugespitzt, und über die Live-Situation im Musik-Bereich brauchen wir gar nicht erst anfangen zu reden.

Sprechen wir lieber über nicht ganz so düstere Zukunftsprognosen:

Herumor kommt!
Ja, das erste Album meines Folk-Projektes wird noch in diesem Jahr erscheinen. Freut euch auf teilweise neue, aber auch auf lang und sehnsüchtig erwartete Lieder.

In Kürze werde ich euch ein wenig mehr verraten. Da Herumor bisher nicht auf Facebook und Co vertreten ist, rate ich dazu, das Newsjournal im Auge zu behalten.

Die Fluch-Odyssee.

In diesem Jahr habe ich viel lernen dürfen, was mich demütig hat werden lassen. Zum Beispiel dass eine Druckerei ein Buch nicht ordentlich druckt und dann alle Verantwortung für ihre Aufgabe (den fachgerechten Druck des Buches) vollständig von sich weist. Leider habe ich weder die Zeit noch die Nerven, einen Rechtsstreit auszufechten, denn mit den weitreichenden Folgen der Corona-Situation haben wir mehr als genug  am Bein …

Aber in jeder schlechten Nachricht verbirgt sich eine gute: Ihr werdet zwei verschiedene Ausgaben des Buches bekommen, zwischen denen ihr wählen könnt: eine preiswerte mit kleinen Mängeln und *Trommelwirbel* eine Deluxe-Ausgabe!
Ich konnte es nicht ertragen, dass es keine makellose (so die Götter des Druckhandwerks uns dieses Mal nicht im Stich lassen) Ausgabe geben sollte. Deswegen habe ich eine weitere Druckerei aufgetan, die sich nun um die Herstellung dieser Edel-Ausgabe kümmern wird. Ich kann nur hoffen, dass die dort vorherrschende Lahmarschigkeit ein Zeichen für große Sorgfalt ist. 

Ihr merkt es vielleicht, mittlerweile bin ich ein wenig empfindlich, was das Thema angeht, schließlich sollte die Neuauflage meines geliebten Gruselgedichtes eine nebenbei flott produzierte Sache sein.

Aber gut Ding will wohl Weile, Weile und Weile haben.

Nun endlich die richtig tollen Nachrichten: Nicht nur wird die Deluxe-Ausgabe ein wenig größer angelegt, um den Illustrationen von Holger Much noch mehr Entfaltungskraft zu bieten, nein Holger hat sich bereiterklärt, für diese Ausgabe kurzfristig noch vier weitere Illustrationen anzufertigen, um das Büchlein zusätzlich aufzuwerten. Die sind echt toll geworden.

Wir rechnen mit einer Lieferung spätestens Ende September, sodass wir die Kleinode zeitnah an die Besteller versenden können, die hoffentlich sehr zahlreich sein werden.

In Kürze werdet ihr das Buch vorbestellen können. Endlich.

Im selben Atemzug wird es neue und wunderschöne Merch-Artikel geben, darunter wieder einiges, das schon lange als Wunsch an uns herangetragen wurde. Lasst euch überraschen!

Lasst euch nicht unterkriegen und bleibt bitte gesund!

Euer

Dichter und Grübler


14. August 2020

Einen Sommer lang, ab Freitag, den 14. August

"Stimmen, dunkel und hell …"

Die neue Single "Einen Sommer lang" von DELVA erscheint heute! Mit dabei: Asps wunderbarer Zaubererbruder Eric Fish.

Ein wunderschöner Song, der gerade in diesem speziellen Sommer noch eine ganz besondere Bedeutung bekommt. Was ASP mit all dem zu tun hat? Ein gewisser Textdichter hat die Worte zu diesem Stück beigesteuert, sie speziell Johanna und Eric sozusagen "auf den Leib geschrieben".

Hier könnt ihr das Lied auf Spotify hören!

Hier könnt ihr das Homemade-Video zum Song von DELVA und Eric anschauen!



5. August 2020

PENTAGRAMMOPHON IN ASTORIA-STADT

Liebe MitverschwHörer,

immer wieder werden wir gefragt, von welchen Konzerten und aus welchen Städten die Aufnahmen für das neue Konzert-Album „Pentagrammophon – 20 Jahre ASP“ stammen.

Die Antwort macht mich ein klein wenig stolz, denn der Mitschnitt stammt von einem einzigen Tag. Wir haben nicht gemischt, mussten nicht auf andere Abende ausweichen, weil an denen ein Song irgendwie cooler gewesen oder besser gespielt worden wäre.

So konnten wir die Aufnahmen aus einem einzigen Konzert benutzen, was den großen Vorteil hat, dass der Sound noch homogener ist, da die Räumlichkeiten und Publikumsmengen sich während des Hörvergnügens nicht ändern. Das klingt nach und – ist vielleicht sogar – ziemliches Soundtechnik-Blabla, und nur die Leute mit guten Ohren und feiner Stereo-Anlage würden das wirklich mitkriegen. Aber erstens sind die ja unsere Zielgruppe und zweitens freuen wir uns natürlich selbst, wenn das Ergebnis auf unseren Boxen richtig gut klingt.

Abschlusskonzerte haben immer ihren eigenen Charme, deswegen war Leipzig gleich ein heißer Kandidat für die erste Sichtung (bzw. Lauschung).
Und am Ende ist es dann auch dabei geblieben.

Ihr könnt also alle mit uns den Tourabschluss in voller Länge erleben (sieht man von minimalen Kürzungen von zwei Ansagen ab, bei denen der unmögliche Sänger ein wenig ins Schwafeln gekommen ist vor lauter 20-Jahre-Rührung).

Am 4. Mai 2019 im Haus Auensee in Leipzig haben wir bei vollem Haus ein dreistündiges ASP-Jubiläumsfest gefeiert, die nun stellvertretend für eine viel zu kurze 20-Jahre-Tour und die ebenfalls wundervollen anderen vier Abende unsere Erinnerung wieder und wieder auffrischen darf.


Während ich diese Zeilen für euch verfasse, sind die Pakete mit den Alben bereits zu euch unterwegs und ich bin wahnsinnig gespannt, ob ihr ebenso begeistert vom Klang dieser Hammer-Scheibe seid wie ich.

In Kürze wird der Tonträger wohl ausverkauft sein, dann bleibt "nur" noch der Download, zum Beispiel hier oder hier.

Wir wünschen euch viel Freude mit diesem Konzerterlebnis, in diesem Jahr, in dem Konzerterlebnisse nicht möglich sind!

ASP & THE LITTLE BIG MEN


30. Juli 2020

Viele Anfragen erreichen uns diese Tage, was denn nun mit der angekündigten Veröffentlichung des Buches sei. Viele warten darauf.
Als wäre dieses Jahr nicht schon grauenhaft genug mit dem "Berufsverbot" aufgrund der Corona-Situation …
Leider kann man es nicht beschönigen: Es scheint ein Fluch auf dem Fluch zu lasten.


Wir werden seit einem Monat von der Druckerei vertröstet, bisher wurde uns noch nicht einmal ein Lösungsvorschlag unterbreitet.
Alleine das ständige Am-Ball-Bleiben frustet ungemein, das könnt ihr glauben.

Es bleibt uns also leider nichts anderes übrig, als um Geduld zu bitten. Wir geben nicht auf und schauen uns nun auch nach Alternativen um.
Sorry.

UPDATE: Die Druckerei hat sich uneinsichtig gezeigt und möchte keine Verantwortung für eine Sache übernehmen, die ganz eindeutig ihr Fehler war. Wir werden nun eine Neuproduktion anvisieren, das kann allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.

22. Juni 2020

Tour verschoben

Liebe Freunde,

das ist nun der Stand der traurigen Dinge.

Wir sind untröstlich …


Freitag, 04.06.21 – Hamburg, Friedrich-Ebert-Halle
Samstag, 05.06.21 – Erfurt, Alte Oper
Sonntag, 06.06.21 – Mannheim, Rosengarten
Montag, 07.06.21 – Stuttgart, Theaterhaus
Mittwoch, 09.06.21 – Berlin, Admiralspalast
Donnerstag, 10.06.21 – Hannover, Theater am Aegie
Freitag, 11.06.21 – Saarbrücken, Congresshalle
Samstag, 12.06.21 – Leipzig, Haus Auensee
Dienstag. 15.06.21 – Wuppertal, Historische Stadthalle
Mittwoch, 16.06.21 – Bremen, Metropol Theater

12. Juni 2020

ASP ODEM STARTET!

Ihr schönen Menschen!

In den vergangenen Monaten haben wir im Geheimen für euch an einer Sache gearbeitet, die hoffentlich euer Fan-Herz höher schlagen lassen wird. Mit ASP ODEM werden wir zusätzlich zum regulären ASP Onlineshop eine ganz neue Möglichkeit für euch erschaffen, eure maßgeschneiderten ASP-Wunschmotive zu bekommen.

So oft werden wir gefragt, ob wir nicht dieses oder jenes Motiv verwirklichen oder neu auflegen können, und meist sind wir gezwungen, eine negative Antwort zu geben, weil meist ein Druckauftrag nicht wirtschaftlich wäre. Das ändert sich nun, indem wir ASP ODEM kreiert haben, wobei der Name nicht nur ein ASP-Songtitel ist, sondern unsere Abkürzung für „on demand“, also „auf Nachfrage und nach deinen Bedürfnissen“.

Nichts in deiner Wunschgröße vorrätig? Kein Problem, bei ASP ODEM wirst du mit ziemlicher Sicherheit fündig. Du hast den Schrank schon voller ASP-Shirts und hättest z.B. lieber eine Tasse mit dem Cover deines Lieblings-Albums? Aber gerne doch, such dir ein Motiv aus! Es gibt ein Zitat aus Asps Feder, das dir aus der Seele spricht? Vielleicht findest du es als schönes Hammann-Handlettering in ASP ODEM, denn der neue Laden wird in Kooperation mit keinem geringeren als Handlettering-Zaubererbruder Pit Hammann betrieben, der euch allen als Teil des Band-Kosmos längst vertraut sein dürfte.

In regelmäßigen Abständen werden wir neue Grafiken für euch zur Verfügung stellen und das Produkt-Universum mit bisher unbekannten genauso wie lang vermissten Motiven erweitern.

Wir sind schon sehr gespannt, was eure Lieblingsaufdrucke sein werden. 

Selbstverständlich wird es den guten alten Merch-Shop auch weiterhin geben, und wir wünschen uns, dass er auch weiter die erste Adresse für unsere Neuerscheinungen, Tonträger und schönen Devotionalien sein wird. ASP ODEM soll als Ergänzung dienen, euch individuellere Wünsche zu erfüllen und Auflagen ab 1 Exemplar zu verwirklichen.

Durch diese neu zu erforschende Welt wird es uns möglich sein, nun viel öfter Ja zu euren Wünschen sagen zu können. Wir wünschen viel Freude beim Entdecken.

Asp & Team


11. Juni 2020

Zutiefst Schwarz Tasse

Ab 1. Juli im Shop!


11. Juni 2020

Bürokratie, Idiotie und Poesie …

Ihr schönen Menschen,

aufgrund der aktuellen und geradezu karnevalistisch anmutenden Ereignisse scheint es nur recht und "billig", folgende kleine Büttenrede zu schreiben:


Chaos in Corona-Zeiten.
Ängste, die uns stets begleiten!
Aber – heißa! – Hilfe naht
vom guten alten Vater Staat.
Obwohl, ist das nicht eine Mutter?
Egal, es ist schon bald in Butter.
Ein halbes Jahr gilt die Beschenkung
in Form der Mehrwertsteuersenkung.

Ach fein, sie kurzfristig zu ändern,
in allen deutschen Bundesländern.
Das kurbelt unsre Wirtschaft an,
so lautet zweifellos der Plan.
Nur folgt nach Freude gleich Entsetzen,
muss man den Käse schnell umsetzen
mit Arbeits- und Gehirnverrenkung.
So lohnt die Mehrwertsteuersenkung!


Was habt ihr euch dabei gedacht,
uns somit quasi über Nacht
mit dieser Hilfe zu beglücken
und Kohle unters Volk zu drücken?
Man weiß doch, wird die Krise schlimmer:
Konsum hilft heutzutage immer!
Denn der sorgt auch für viel Ablenkung.
Los gehts, `ne Mehrwertsteuersenkung!

Wir kommen dank der lieben Kunden
in unsrem Shop über die Runden.
Für uns wird leider furchtbar teuer
die Senkung unsrer Umsatzsteuer.
Die Änderung ist knifflig, schwer
und hilft uns daher nicht so sehr.
Drum nehmt dies bitte ohne Kränkung:
Verfluchte Mehrwertsteuersenkung!

Was bleibt uns, als uns hinzusetzen
und wie gesagt schnell umzusetzen,
den Onlineshop für Fans zu schließen
und uns den Umsatz zu vermiesen.
Am Monatsende wird es mau,
stattdessen Arbeits-Super-GAU.
So bringt statt Vorteil nur Beschränkung
die blöde Mehrwertsteuersenkung.

Wir sind, und das ist längst bekannt,
doch ohnehin nicht relevant.
Milliardenhilfen, ausgedehnt,
sind stets an uns vorbeigeströmt.
Es wird geholfen, nicht zu knapp.
Die Künstler kriegen nur nichts ab.
Verschwinden sie in der Versenkung,
hilft nichts die Mehrwertsteuersenkung.

Das Dichten wird nun auch nichts bringen,
auch nicht das Schreiben oder Singen.
Ganz gleich, wie wir uns auch bemühten,
man möcht es ungern nur vergüten.
Drum denken wir uns Dinge aus,
die liefert man, gekauft, ins Haus.
Am Monatsende jedoch nicht:
Statt zu verkaufen, kommt die Pflicht,
die Steuersätze umzuwandeln,
um sich nicht Ärger einzuhandeln.
Es hilft nicht Augenrolln noch Klagen,
der Shop wird zu sein an vier Tagen.

Vom Siebnundzwanzigsten bis Ersten   
wird zu sein, Freunde, sagt, wie wär’s denn,
wenn ihr uns dann die Gunst gewährt
und uns danach wieder beehrt?!
Wir freuen uns doch heute schon
aufs Ende der Situation.
Zum Jahreswechsel, welche Freuden,
gilt’s dann erneut Zeit zu vergeuden:
Da ändern wir, wie man schon weiß,
nochmal den Mehrwertsteuer… -satz.

                 

23. Mai 2020

Liebes öffentliches Tagebuch,

die vergangene Woche war sehr ereignisreich, voller Extreme, mit vielen emotionalen Höhen und Tiefen.

Vor allem hatte ich zahlreiche Gespräche zu führen, musste telefonieren, bis mir die Ohren qualmten, und nun gilt es, aus all den Informationen etwas zu machen, Entscheidungen zu treffen und Vorhaben zum gefühlt hundertsten Mal umzuplanen.

Das scheint mir im Augenblick überhaupt die größte Herausforderung zu sein: In unplanbaren Zeiten flexibel zu sein, schnelle Reaktionen zeigen zu können und notfalls mal wieder eine Nachtschicht einzulegen.

Die kommenden Wochen werden nicht leicht.

Aber zunächst einige Statusberichte und richtig gute Neuigkeiten!

Die vielleicht aufregendste als erstes. Ich habe einen weiteren neuen Song geschrieben. Zusammen mit einem weiteren noch geheimen Track wird er das Herumor-Album vervollständigen. Das Demo ist fertig, der sogenannte „Ghostgesang“ ist aufgenommen und alles zusammen in die fähigen Hände des Produktionspartners Patrick gegeben, der nun die programmierten durch echte Instrumente ersetzen wird.

Meine textlichen sowie kompositorischen Arbeiten zum ersten Herumor-Longplayer sind damit abgeschlossen, und ich freue mich auf die „richtigen“ Gesangsaufnahmen. Auch ein Album-Titel ist gefunden.
Weiterhin gibt es auch positiv zu vermelden, dass die Schreibarbeiten für das Songtexte-Buch mit Anekdoten unter den gegebenen Umständen sogar sehr gut vorangehen. Wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt, werde ich noch in diesem Sommer mit den Schreibarbeiten fertig werden, danach kommt eine ausführliche Korrekturphase, bevor alles dann in Satz und Layout gegossen werden kann und schließlich in den Druck gehen darf. Mit einer Veröffentlichung noch in diesem Jahr sieht es also tatsächlich ziemlich gut aus.

Aber nicht nur das Textebuch wird erscheinen, auch mein in Gedichtform geschriebener Briefroman „Der Fluch“ wird eine Wiederauferstehung erleben, nachdem es ihn mehrere Jahre nicht mehr zu kaufen gab. Mein Freund Holger Much („Der Weidenmann“/„Der treue Troll“) fertigt für den Fluch momentan wunderbare Illustrationen an, die der Geschichte ein völlig neues Gesicht verpassen werden. 


Außerdem habe ich mich nach langem Zögern doch noch breitschlagen lassen und für den Shop Masken (Mund-Nasenschutz) in Auftrag gegeben. Die Fans haben sie vehement gefordert, und nun soll ihr Wunsch erfüllt werden.

Ich widerspreche hier also meiner Ansage aus dem letzten Journaleintrag. Ich denke, ihr werdet zufrieden sein, seht es als freundliches Entgegenkommen!
Aber dass es keinen „Corona-Song“ oder die Teilnahme an etwas in der Art von uns geben wird, daran halte ich eisern fest.

Am 8. Mai startete der Vorverkauf der 3-fach CD „Pentagrammophon – 20 Jahre ASP“. Ein holpriger Start war das, weil ausgerechnet der betreffende Freitag durch einen Server-Schluckauf gestört wurde. Übrigens schon bevor um ca. 18:00 Uhr die eigentliche Aktion begann. Das war nicht angenehm, und ich habe daraus Konsequenzen gezogen, und wir werden demnächst auf ein um einiges größeres Server-Paket umsteigen und dann umziehen, um solche Situationen in Zukunft hoffentlich mit etwas mehr Power im Hintergrund noch besser meistern zu können.

Dann war da noch der Untersetzer-Tumult. Einige haben leider die limitierten Pentagrammophon-Untersetzer nicht mehr bekommen, und das scheint, wenn man den bitterbösen Kommentaren einiger Fans glauben mag, das wohl Schrecklichste gewesen zu sein, was bisher in der Geschichte der Band schiefgegangen ist. Tiefe Enttäuschung wurde gezeigt, Unterstützung wird uns verwehrt und mit sofortigem Umstieg auf Spotify statt Kaufmusik gedroht.
Überhaupt, unser kleiner Survival-Ausflug und das Bitten um Unterstützung scheint nicht nur positiv aufgenommen zu werden, noch immer scheint es, sogar in diesen Krisenzeiten, als irgendwie ehrenrührig empfunden zu werden, wenn man auch noch die Frechheit besitzt, mit seiner Arbeit etwas verdienen zu wollen.

Dazu kann ich nur eins sagen: „Aber sonst geht es dir gut, unbekannter Anti-Fan?

Wer sich hier angesprochen fühlt, wird schon Bescheid wissen.

Wie gut, dass sich auch hier (genauso wie allgemein bei der aktuellen Situation) die überwiegende Mehrheit aber sehr freundlich verhält und wie wirklich viele Unterstützung und Zuspruch erfahren haben. Erneut danke an dieser Stelle!

Die Aktion ist ansonsten einigermaßen okay angelaufen, so gut man es eventuell in Zeiten erwarten kann, in denen so manch einer der Unterstützer dort draußen vielleicht selbst finanzielle Sorgen hat. Vielleicht geht ja noch ein bisschen mehr in den kommenden Wochen?

Wir freuen uns jedenfalls sehr auf die Veröffentlichung und das erneute Erleben der Pentagrammophon-Konzerte in voller Pracht!

Und signiert wird auch schon jeden Abend fleißig, Freunde.

Das bietet mir Gelegenheit, endlich mal ganz intensiv Musik zu genießen, denn das kommt normalerweise gern zu kurz, schließlich kann man bei den meisten meiner Tätigkeiten nicht nebenbei irgendeiner CD oder Schallplatte lauschen. Beim Signieren eurer Pressefotos und Backstage-Pässe jedoch klappt das wunderbar, vor allem da zwei meiner absoluten Helden am 15. Mai neue Alben veröffentlicht haben. Falls es euch interessiert, es handelt sich dabei um erstens Tom Gabriel Warriors Konzert-Album „Triptykon with the Metropole Orkest - Requiem“, einem Werk, auf das ich mich seit der Ankündigung extrem gefreut habe, und meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Von dem Moment an, als die ersten Klänge des ersten Requiemparts „Rex Irae“ durch mein Arbeitszimmer vibrierten, hatte ich mindestens 15 Minuten lang eine Dauergänsehaut vom Feinsten. Ein Song, der mich gut zwei Drittel meines Lebens schon begleitet, in einer derart epischen Version. Beeindruckend und atemberaubend schön.

Das zweite Album stammt natürlich von der von mir verehrten Band Paradise Lost, die mit „Obsidian“ wieder ein unglaublich starkes Werk abgeliefert hat. Ich kenne und liebe die Band seit ihrem allerersten Album „Lost Paradise“ und es gibt keines, das ich nicht gut fand und finde. Es ist schön, dass ich zwischendurch einfach nur Fan und Musikhörer sein darf. Und ich bin sehr dankbar, dass es noch richtige Tonträger gibt, damit ich die Musik auf die mir liebste Art genießen kann. Schöne Booklets durfte ich durchblättern, nebenbei.


Doch zurück zum eigenen Werk!
Nun, da ich die Songs für Herumor fürs Erste abgeschlossen habe, werde ich mich bald neuen ASP-Songs widmen. Aber erst in einigen Wochen, denn der Mai und auch einige Tage des Juni werden wie eingangs erwähnt noch mit sehr viel Organisationsarbeit vollgestopft sein, die leider nötig ist.

Erschöpft, aber ansonsten wohlauf grüßt euch alle

euer

Asp


1. Mai 2020

antiviral

Ihr schönen Menschen,

nach so vielen Krisen-Journaleinträgen kommt nun hoffentlich ein kleiner Silberstreif am Horizont, und ich bedanke mich bei allen, die dieses Problemgewälze bis hierhin durchgehalten haben.

Ohne weitere Schweife (Um- oder Ab-, ich bin für beide berühmt, nur an den Ausschweifungen hapert es) möchte ich euch erzählen, was ich in den kommenden Monaten zu eurer und meiner Freude hoffentlich veröffentlichen kann, vorausgesetzt es klopfen keine weiteren Katastrophen an das Portal der Augen.

Doch, halt! Bevor ich euch verrate, was wir machen wollen, sage ich euch noch kurz, was wir auf keinen Fall machen werden: Wir werden ganz sicher keinen Corona-Song machen! Ich klicke mittlerweile jedes dieser Betroffenheits-Liedchen weg, ich kann es nicht mehr sehn und nicht mehr hören. Meist beschleicht mich zudem der Verdacht, dass hier unter Einsatz der gedrückten Tränendrüse oder mit billigen Durchhaltesprüchen versucht wird, mit der Krise noch ein wenig Aufmerksamkeit abzustauben. Dank des Virus viral gehen? Nein, danke. 
Und MaskenHaft-Masken wird es auch keine geben. Sorry. Aber es muss auch noch andere Themen geben …

So, jetzt aber. Was wir versuchen: 
Da hätten wir zum einen und natürlich als allererstes die bereits seit Januar angekündigte Konzert-CD 
Pentagrammophon – 20 Jahre ASP!

Es wird eine Dreifach-CD (beziehungsweise ein extralanger Download). Den Tonträger wird es ausschließlich über unsere eigenen Kanäle geben. Also vorerst nur in unserem Onlineshop, denn die Merchstandmöglichkeit gibt es ja leider nicht.

Übrigens: Wir arbeiten schon seit Wochen unter strengen Sicherheitsvorgaben und kontaktlos mit dem Paketdienst. Das nur so nebenbei. Die CD wird auf 1.999 Stück insgesamt limitiert sein. Der Vorverkauf wird bereits im Mai gestartet, und wir haben uns in vielerlei Hinsicht an einer Crowdfunding-Aktion orientiert, nur dass es die CD auf jeden Fall geben wird. Das ist natürlich trotz allem in der heutigen Zeit ein großes Risiko, denn wir haben uns einen Herstellungs-Stopp auferlegt, solange die Einnahme-Situation aufgrund der Virus-Panik so unkalkulierbar ist. Deswegen ist unsere Plattenfirma Trisol an Bord, die die Herstellungskosten übernimmt und unser Risiko abmildert.

Der Rest liegt dann in eurer Hand. Es wird eine modulare Bestellungsaktion, bei der ihr nur das Album oder das Album mit verschiedenen hübschen Supporter-Gimmicks zusammen bestellen könnt (nur die Gimmicks ohne CD wird es nicht geben, sorry). Weitere Informationen zur CD dann bereits in Kürze!

Doch nicht nur mit ASP soll es bald eine Veröffentlichung geben, auch ein anderes Projekt soll endlich das Licht der Welt erblicken in dieser düsteren Zeit. Um euch ein „Rüstzeug“ zu bieten, sollen die gesammelten Musikmärchen unter dem Banner von Herumor endlich für euch auf einem Album erscheinen. Viele von euch warten nun schon seit vielen Jahren auf das „Windrad“, „Schneekönigin, wohin“ und eben „Rüstzeug“. Doch auch die anderen Herumor-Lieder werden für das Album sanft neu gemischt und – tadaaa – auch bisher gänzlich ungelauschtes Material wird enthalten sein!

Ein genauer Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, denn wir können zurzeit immer nur sehr kurzfristig planen. Wir gehen aber von einer Erscheinung noch in diesem Jahr aus!

Für die Produktion werde ich vermutlich in irgendeiner Form ein wenig Geld vorab „erbetteln“ müssen. Aber das kriegen wir schon hin. 

Damit nicht genug. Auch an einem neuen ASP-Studioalbum schreibe ich bereits. Bis wir mit der Produktion beginnen, wird noch viel Zeit vergehen, und es wird eine Produktion werden, wie wir sie bisher noch nie erleben mussten, aber es steht nun fest: Das nächste Album wird schon das Abschluss-Album des Fremder-Zyklus sein, doch kein Zwischenwerk, wie ich es in einigen Interviews angedeutet hatte. Ich habe in den letzten Monaten schmerzlich gespürt, dass unser aller Leben endlich ist, und mir wurde bewusst, dass es mir sehr am Herzen liegt, diesen Zyklus möglichst nicht unvollendet zu lassen.


Noch vor dem nächsten ASP-Album möchte ich jedoch ein weiteres langjähriges Herzensprojekt vollenden. Es soll ein neues Textebuch geben. Nur wenige von euch werden lange genug dabei sein, um sich noch daran erinnern. Es gab eine Sammlung mit allen meinen Songtexten und begleitenden Anekdoten dazu. Es trug den Namen „Horror Vacui“ und kam gut an. Zwei Auflagen verkauften sich sehr gut, und viele Leute hatten Spaß an den teils hanebüchenen, teils informativen Storys rund um die Songtexte. Seit etwa sieben Jahren habe ich nun eine neue Auflage immer und immer wieder verschieben müssen. Mittlerweile haben sich die Songtexte mehr als verdoppelt, es gibt erheblich mehr neue Anekdoten zu erzählen, kurz: Es ist mehr als überfällig! Mehr, mehr, mehr.Darin enthalten sein werden alle Songtexte, die ich jemals für ASP, AVZ bzw. Herumor oder für andere Künstler geschrieben habe, auch nicht vertonte. Und wie gesagt, unzählige kleine und größere Geschichten zu den meisten davon.

Das Schreiben ist schon ein gutes Stück vorangekommen. Die Hoffnung, dass es nun endlich klappen könnte, ist groß. Bevor jedoch die Erwartungen zu ausufernd werden, möchte ich jedoch anmerken, dass alles jederzeit ganz anders laufen kann. Denn noch kann uns King Corona einen sehr fetten Strich durch jede einzelne Rechnung machen. Vor allem, wenn die Live-Situation sich auch später im Jahr nicht verbessert, dann wird sich die Lage sehr schnell existenziell zuspitzen.

Naja. Dann hätten wir eben am Ende mal die ASP-Hater happy gemacht, das wäre doch auch etwas.

Scherz beiseite. 

Alle Pläne stehen auf wackligen Füßen aufgrund der Situation, aber sie stehen.

Bis bald und haltet durch!

Abstand mit Anstand.

Euer

Asp


1. Mai 2020

Kurz-Kurz-Kurz-Lang-Lang-Lang-Kurz-Kurz-Kurzarbeit

Liebes öffentliches Tagebuch,

heute nun der angekündigte Bericht zum Thema: Wie ist die Lage im „Dunklen Turm“? Nun. Zunächst die guten Nachrichten: Es ist einer der schönsten Frühlinge, an die ich mich erinnern kann, und ich bin einigermaßen gesund. Soweit ich weiß, sind es auch meine Mitstreiter, denn auch zwischen uns Bandmitgliedern und im ASP-Team heißt es Abstand halten, ist doch klar!

Also wie läuft es? Nun, es läuft vermutlich wie bei vielen anderen Menschen: Nicht so gut, wie es könnte. Im vollen Bewusstsein, dass allen klar ist, dass wir nicht einzigen Menschen mit Problemen sind, schildere ich nun dennoch ein paar Herausforderungen, die mir zurzeit begegnen. Diese Einträge sind keine Album-Ankündigungen, keine Konzert-Pläne (das schon gar nicht), sondern nur für jene unter euch, die sich über ein (Über-)Lebenszeichen freuen und die sich dafür interessieren.

Also los. Statt Kurzarbeit bin ich zur Langarbeit verdonnert. Das Schlimmste an der momentanen Situation ist, dass man die Zukunft nicht zuverlässig planen kann. Wir alle fahren durch den Nebel, auf Sicht, lauschen auf das Echolot und hoffen auf Antwort. The fog is much too dense, and I can’t find anyone …


Wie viele andere Freiberufler verbringe ich meine Zeit im privaten Zuhause und arbeite dort. Das mache ich natürlich momentan auch. Meine Hauptbeschäftigung ist derweil das Neu- und Umplanen von Vorhaben, die vor der Covid-19-Krise begonnen haben und festgelegt wurden und die nun regelmäßig verschoben, neu angelegt und auf anstrengendste Weise vom Erledigt-Stapel zurück auf den übervollen Schreibtisch rutschen. Alles, was mit Live-Konzerten zusammenhängt, muss wieder und wieder verschoben werden. Proben sind nicht möglich. Termine müssen wieder und wieder besprochen, abgesagt, neu organisiert werden. Und bis es offizielle Absagen gibt, muss man alles so vorbereiten, als würde es sicher stattfinden, nur um dann doch zu erfahren, dass es vergebens war. Und all das organisiere ich zusätzlich zu den Projekten, die ich für diese Zeit ursprünglich geplant hatte. Die Tage sind endlos und endlos anstrengend und voller Enttäuschungen und Ärgernisse, voller Hürden und immer wieder zu besteigender Gipfel.

Sisyphos lässt grüßen.

Vor einigen Tagen kam der erwartete Schocker: Die Festival-Saison ist tot, lang lebe die Festivalsaison … aber erst 2021. Ja, es ist richtig. Viele Konzerte werden wahrscheinlich im nächsten Jahr nachgeholt und als Konzertgänger darf man sich natürlich drüber freuen und tröstend ausrufen: Aber wir holen die Party ja nach, ist doch nicht so schlimm.

Ohne euch die Freude verderben zu wollen: Das ist wahr. Auch wahr ist aber leider, dass wir und viele Kollegen auf, neben und hinter der Bühne trotzdem in diesem Sommer kein Konzert spielen und der Verdienstausfall eine klaffende, bedrohliche Lücke in unser Einkommen schlagen wird.

Da fragt manch einer: „Aber wenn die Konzerte nachgeholt werden, dann fehlt euch doch gar nichts, es kommt nur später.“
Nein, das ist natürlich so nicht. Nächstes Jahr wollten wir ja ganz andere Festivals spielen, die nun natürlich nicht möglich sind, da alle ihr Programm im nächsten Jahr nachholen müssen. 

Diese Einnahmen fehlen uns für immer.
Da für viele der mittleren und größeren Bands die Livegagen den allergrößten Teil ihres Gesamteinkommens durch Live-Auftritte ausmachen, wird das viele bleibende Narben hinterlassen auf dem Körper unserer Musiklandschaft. Viele Veranstalter und Bands haben keine Ahnung, ob und wie sie nach einer Normalisierung der Lage zurückkehren können in den Beruf.

Die meisten überleben nur so lange, wie ihre Rücklagen, ihr Erspartes sie über Wasser hält. Danach ist Sense.Ich wünsche an dieser Stelle allen Kollegen (nicht nur Musikern, sondern aus allen Bereichen der aufführenden Zunft), dass sie diese Zeit einigermaßen unbeschadet überstehen mögen. Doch selbst jene, die diese akute Dürrezeit irgendwie überdauern, werden vermutlich bis dahin alles aufgebraucht haben, was sie auf der hohen Kante haben, Altersvorsorge inklusive.

Unterstützung gibt es, zumindest für mich, keine. Ich habe in den letzten Wochen mit stetig schwindender Hoffnung die sogenannten Corona-Hilfsangebote abgeklappert und schnell festgestellt: Klar, als von zu Hause aus arbeitender Freiberufler sind meine Lebenshaltungskosten natürlich identisch mit meinen geschäftlichen Fixkosten und damit ist fast jede Förderung ausgeschlossen. Und so holte ich mir einen Frustmoment nach dem anderen ab, ein Nein nach dem anderen. Auch die Hilfsangebote von GEMA und GVL entpuppten sich schnell als Schall und Rauch, teilweise sogar als unverschämter und dreister Versuch, von den Mitgliedern Daten zu sammeln, die bisher nur den Finanzämtern vorbehalten waren. Und so weiter.

Aber gut, dass, als die Festival-Saison offiziell abgesagt wurde, die meisten Fördergelder eh schon weg waren (vorher hätten die meisten von uns ja keinen Verdienstausfall nachweisen können, schließlich bekommen wir kein monatliches Gehalt), war natürlich zusätzlich frustrierend.

Also gut. Als nicht systemrelevanter Wirtschaftszweig sind wir ja Kummer gewöhnt, vor allem, wenn schon davon gesprochen wird, dass „Konzerte, Kirmes und Schützenfeste wohl das letzte sein werden“, was wieder in unser Leben zurückkehrt. Konzerte, Kirmes, Schützenfeste!
Keine Hilfe. Ach, kenn ich schon. Dann in die Hände gespuckt und ran an die Arbeit! Es gibt ja trotzdem Pläne und Projekte, die bereits in der Pipeline liegen und um die man sich kümmern kann. Tja. Die sind nur leider, leider alle mit enormen Investitionen verbunden. Investitionen, die man nicht unbedingt leichtfertig tätigen sollte, wenn dadurch das Ersparte nur immer weiter schrumpft und man damit die Überlebensdauer, die sich aus dem eigenen Ersparten speist, deutlich verkürzt.

Das ist alles enorm komplex, und vieles muss wieder und wieder auf den Prüfstand gebracht, Prioritäten fast täglich neu geordnet, das Arbeitsleben neu organisiert werden. Das allein ist schon fast ein Fulltime-Job, und man hat noch keinen Vers geschrieben, keinen Ton komponiert.
Und dann die vielen freundlichen und fast immer leider nicht funktionierenden Tipps, die man noch dankend abwehren muss. Meistens auf eine Weise formuliert, die nicht nur nicht weiterhilft, sondern auch einen neuen Haufen Arbeit erzeugt, den man auf den Berg von Arbeit draufsetzt.„Sammelt doch Spenden“ heißt es da, und nach einigen Stunden Recherche hat man dann zumindest mal rausgefunden, dass zwar immer von „Spenden“ die Rede ist, aber im Grunde Schenkungen gemeint sind, denn Spenden dürfen nach meinen Nachforschungen nur gemeinnützige Organisationen einsammeln. Spenden an eine Band oder einen Dichter wären in diesem Falle Schenkungen, die man aufgrund der Steuergesetze völlig nachvollziehbar und für das Finanzamt transparent angeben muss. Zumindest wenn man sich, wie ich, immer bemüht, alles korrekt und ohne böses Erwachen zu erledigen.

Mal davon abgesehen, dass man auch keine Kleinstschenkungen zulassen sollte, weil sonst der daraus resultierende „Vorgang“ in Buchhaltung, beim Steuerberater und dem Amt vermutlich mehr Kosten erzeugt, als er wert ist. Ich bin Poet, ich bekomme von zu viel Mathe Kopfschmerzen.

Und so verbringt man viele Stunden mit Amtsdeutsch und Behördenhürden, mit fiskalischen Finten und stellt wieder fest: Erneut habe ich keinen Vers geschrieben, keinen Ton komponiert.

Lassen wird das mal alles beiseite. Tun wir mal kurz so, als wäre das alles kein Problem. Reden wir von Support. Ob dieser nun durch eine Spende oder einen Kauf im Merchandisingshop oder durch den einer ASP-CD irgendwo oder eines kostenpflichtigen Downloads entstehen sollte: Dabei müsste man jedoch davon ausgehen, dass alle Unterstützer gerade jetzt für Musik, Entertainment, Kunst und schöne Geschichten ihr Geld ausgeben können. Aber ist es nicht eher so, dass momentan einige von euch den Gürtel enger schnallen müssen und ihre Mittel für das Lebensnotwendigste aufsparen müssen? 

Ja, ich weiß: Manche Fans sagen natürlich, dass unsere Kunst für sie lebensnotwendig ist, und ich danke ihnen von ganzem Herzen für diese lieben Worte. Aber die Realität errechnet sich in diesem Fall eben aus dem Durchschnitt des großen Ganzen, und da sieht es für alle Künstler eher mau aus.
Es sind sehr komplizierte Zusammenhänge, auf die man reagieren muss, ohne dabei die Motivation für die Arbeit zu verlieren.

Das darf nun bitte nicht missverstanden werden: Selbstverständlich ziehe ich meine Motivation und meine Befriedigung nicht ausschließlich aus der Entlohnung (sonst hätte ich aufgehört, Musik zu machen, als die Einnahmen für ein neues Album nicht mehr die Produktionskosten gedeckt haben, weil alle jetzt lieber streamen als kaufen), sondern auch aus den vielen schönen Reaktionen und nicht zuletzt aus dem überwältigenden Gefühl, etwas Tolles geschaffen zu haben! Aber ganz ehrlich? Mit einem Berg Schulden lässt es sich wesentlich weniger gut arbeiten als mit ein bisschen was auf dem Konto.

Eigentlich hatte ich irgendwann mal versprochen, nicht mehr über das Thema „Geld“ in der Öffentlichkeit zu sprechen. Aber Corona ändert eben alles.Und ich möchte gerne, dass ihr alle wisst, dass es nicht daran liegt, dass wir uns keine Mühe geben oder wir besonders unflexibel sind, wenn wir viele gut gemeinte Tipps nicht umsetzen können.

Wir werden Hilfe brauchen, wenn wir über die Runden kommen wollen, das steht schon mal fest.

Der Staat wird es nicht richten. Es ist an uns und an euch – wenn ihr könnt und wollt. Und bitte denkt bei eurem Support auch daran: Spendet nie mehr, als ihr euch leisten könnt, bringt euch nicht selbst in Nöte, um uns zu helfen. Das wäre eine nicht zu ertragende Vorstellung.Ähnlich wie für viele von euch eine Welt ohne ASP.

Deswegen möchte ich nun positiv enden und euch ankündigen: Im nächsten Beitrag verrate ich euch endlich, was ich alles geplant habe und wie wir weiter schöne Dinge machen wollen, was es alles geben wird, wenn ich es hinkriege.

Ihr dürft euch freuen wie die Schneekönige … und die Schneeköniginnen *zwinker*

Euer Langarbeiter-Asp


25. April 2020

Jetzt ist es doch so weit

Liebes öffentliches Tagebuch,

die letzten Einträge habe ich versucht so wenig düster und hoffnungslos wie irgend möglich zu gestalten. Auch um ein Signal zu senden, dass wir uns natürlich alle nicht unterkriegen lassen von diesem blöden Virus bzw. den Folgen, den unangenehmen „Nebenwirkungen“, welche die Pandemie im Schlepptau hat.


Ich bin nur Dichter und Sänger, kein Wissenschaftler. Weder kann ich euch einen guten Rat geben, noch maße ich mir an, mit meinem Allgemeinwissen ganz genau verstehen zu können, ob die Maßnahmen, die momentan getroffen werden, ideal sind. Oder völlig überzogen, was zumindest eine Meinung ist, wie viele Leute sie gerade in der virtuellen Weltalternative „lauthals“ vertreten.Nun, zumindest scheint der Weg, der eingeschlagen wurde, nicht der Allerdümmste zu sein, denn das Ergebnis unserer Bemühungen – und ja, es sind UNSER ALLER Bemühungen und Opfer, die dieses Ergebnis hervorgebracht haben – ist ja zumindest, dass wir kein kollabierendes System erleben. Schaut man sich an, was augenscheinlich in jenen Staaten nun erlebt und erduldet werden muss, die die Pandemie geleugnet und verharmlost haben, scheint unser Weg doch vorerst der sicherere zu sein. Vielleicht nicht ideal, aber doch nicht der schlechteste.

Wie oben bereits betont: Ich bin kein Wissenschaftler, nur jemand, der mit der Situation klarkommen muss und dabei zum einen einigermaßen die Ruhe bewahren möchte und zum anderen seine eigenen Bedürfnisse nicht über die anderer stellt. Denn wir alle wissen: Freiheit ist das höchste Gut, solange sie die eines anderen nicht einschränkt.

Daran sollten nach meinem Dafürhalten mal all jene denken, die momentan darauf pochen, die Pandemie-Situation ganz anders zu lösen und den Dingen ihren Lauf zu lassen, ungeachtet derer, die nicht ganz so gut gegen den Virus gewappnet sind. Mal ganz davon abgesehen, dass, selbst wenn es in irgendeiner Form moralisch vertretbar wäre, eine bestimmte Gruppe unserer Solidargemeinschaft einer schnellen Durchseuchung zu opfern – was es in keiner Weise ist! –, dann sollten sich die Leute mal Gedanken machen, hinterfragen, ob ihre Vorstellung von einem „verzichtbaren“ Teil unserer Gesellschaft überhaupt so stimmt. Klar, manchen scheint es ja auch egal zu sein, ob die eigenen Eltern dran glauben müssen, Hauptsache, die Wirtschaft läuft weiter. Nett.Vor allem da genau diese Menschen meist zu einem nicht unwesentlichen Teil zum Aufbau eben dieser florierenden Wirtschaft beigetragen haben.

Aber auch davon abgesehen: Vielleicht würde es einigen Leuten (ich mag kaum Menschen schreiben, wenn „Menschlichkeit“ ihnen doch so sehr abgeht) mal gut tun, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn man selbst davon betroffen wäre oder jemand, der einem etwas bedeutet.

Aber war das nicht schon immer das Problem? Dieser Mangel an Empathie ist ja auch immer mit einem Mangel an Vorstellungskraft verbunden, scheint es.
Ja, ich weiß, Meinungen gibt es gerade in der Krise schon mehr als genug.Viele davon zeugen von einem grenzenlosen Egoismus, einer sozialdarwinistischen Kälte, die eine wahrhaft eisige Wirklichkeit in Aussicht stellt. 

Da fühle ich mich mittlerweile mal wieder mehr als fremd.
Aber mir ist auch bewusst: Es sind bei Weitem nicht alle so. Sie sind nur wieder mal sehr laut.
Wie eingangs erwähnt: Ich bin nur ein Dichter und Sänger. Aber nur weil mein Beruf nicht systemrelevant ist, heißt das noch lange nicht, dass ich auch als Person nicht systemrelevant bin. 

Alle Menschen sind relevant.
Eigentlich wollte ich euch heute etwas über den aktuellen Stand der Dinge erzählen, wie ich klarkomme in diesen schwierigen Zeiten und was die Pläne sind, die ich geschmiedet habe. Aber vorher musste ich mir Luft machen aufgrund der aufkeimenden ÜberHärte und verschiebe das nun großzügig auf einen der kommenden Einträge.

Denn es gibt so viel zu tun wie nie. Von Kurzarbeit oder Zwangspause kann bei uns überhaupt nicht die Rede sein.
Bis dahin,

bleibt gesund,

euer
Asp


16. April 2020

Wein, Weib und Gesang?

Liebes öffentliches Tagebuch,

ich habe zwar behauptet, dieses Tagebuch solle nicht ausschließlich ein „Corona-Journal“ werden, aber natürlich ist das momentan trotzdem das alles beherrschende Thema.

Unter strengsten Sicherheits-Abstandsmaßnahmen war ich neulich bei meinem Freund Lutz Demmler, und wir haben ein bisschen Gesang aufgenommen.

Anlass war ein Jubiläumsbeitrag für eine befreundete Band. Hoffentlich nicht die letzte Aufnahme im Twilight-Sound-Studio in diesem Jahr. Wir hoffen, dass zumindest in dieser kniffligen Variante ein Weiterarbeiten möglich sein wird.

Und zu Lachen gab es auch etwas, denn ein passendes Gastgeschenk habe ich auch mitgebracht zu den Aufnahmen.
Lutz hat es schon auf Facebook gepostet, nun lüften wir das Geheimnis, wer für diesen Gag verantwortlich war.
Man sieht es an der Form: Es kann nur eine Flasche Wein sein. Haha.

Euer Asp

und auch hier galt:
„Abstand mit Anstand“



7. April 2020

Kurz und bündig

Liebes öffentliches Tagebuch,

zu meinem Team gehören freilich nicht nur Kreativschaffende, sondern auch viele andere, die nun in der zweiten, aber nicht in der unwichtigeren Reihe stehen.

Zum Beispiel die lieben Leute in meiner Crew, die für viele Bands und Veranstaltungen tätig sind, beziehungsweise waren. Denn die können momentan nichts tun, als zu Hause darauf zu warten, dass sich die Lage bessert. Aber wer kein dickes Finanzpolster hat – und gerade in der Branche, in der es meist mehr um Leidenschaft als die großen Gewinne geht, ist das eher selten vorhanden –, hat nun echte Probleme.
Auch bei den Veranstaltern, den Clubs und den Booking-Agenturen ist Insolvenz die Folge und Kurzarbeit für Mitarbeiter beantragt oder bereits installiert.
Unser kleines Shop-Team ist davon vorerst nicht betroffen. Noch versuchen wir das „normale Leben“ aufrechtzuerhalten, auch wenn bei den vielen Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb von Normalität eigentlich nicht die Rede sein kann, denn alles läuft mittlerweile kontaktlos und selbst beim Packen wird überpenibel vorsichtig agiert. Auch wenn man beim aktuellen Wissensstand davon ausgeht, dass der Virus über die Ware nicht übertragbar ist, wollen wir auf Nummer sicher gehen. Das kostet Zeit und Nerven, ist aber momentan kein Problem, denn viel los ist natürlich nicht, bei der ganzen Unsicherheit, die momentan herrscht. Auch hier merken wir: Musik und Shirts sind grade natürlich nicht das Wichtigste. Absolut nachvollziehbar, ihr Lieben.


Aber es ist dennoch klasse, dass wir das dank eurer Hilfe im vergangenen Jahr noch ein, zwei Monate so durchhalten können. Danke dafür, im Namen des gesamten Teams.

Bleibt bitte gesund!

Euer Asp

„Abstand mit Anstand“


3. April 2020

Liebes öffentliches Tagebuch,

zunächst einmal die gute Nachricht: Ich scheine gesund zu sein. So ziemlich das erste Mal in diesem Jahr, dass ich mich insgesamt relativ gesund fühle, denn die letzten zwei Blöcke der Kosmonautilus-Tour konnten nur unter Zuhilfenahme von reichlich Antibiotika gespielt werden. Und Grundgütiger, was wäre auf mich und die Band zugekommen, wenn wir die Termine hätten verschieben müssen! Keine Chance.

„Keine Chance“ trifft auch zufällig genau das, was wir momentan als Antwort bekommen, wenn wir irgendetwas langfristig planen wollen.
Dies soll kein Corona-Tagebuch werden. Kein ausschließlicher Bericht über die Situation, in der sich Musiker heute befinden, die nun tatsächlich alle um ihre Existenz bangen.

Es heißt, 


wir steuerten momentan auf eine Situation zu, die die Wirtschaft in ihrer Gesamtheit stark beschädige, sodass diese sich nur schwer wieder erholen könne. Das sehe ich nicht ganz so, denn so mancher Bedarf wird sich aufstauen und nach dem Ende der Krise als Flut an Aufträgen über die Industrie ergießen. Schauen wir mal.

Ganz klar ist aber, dass alle Kreativen, die ihr Einkommen hauptsächlich dadurch erwirtschaften, sich vor Leute hinzustellen und sie in irgendeiner Form zu unterhalten, wie zum Beispiel bei Live-Konzerten, Lesungen, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen und so weiter, keine Chance haben, ihr täglich Brot auf andere Art oder zeitverzögert zu verdienen. Die Leute werden ja nach dem Ende einer Ausgangsbeschränkung oder des Kontaktvermeidens nicht plötzlich auf zwei Konzerte am Abend gehen. Wie auch.

Ich höre schon die Stimmen, die nun sagen: Ja, in dieser Zeit haben viele Leute Probleme, und die der Künstler sind bestimmt nicht die wichtigsten, global gesehen.

Dem stimme ich selbstverständlich zu 100 % zu, bitte versteht mich nicht falsch! Aber ihr lest ja bestimmt meinen Text, weil ihr euch dafür interessiert, wie es mir und meinen Projekten geht, sonst könntet ihr ja einfach woanders lesen …

Es ist meine Welt, meine Existenz, um die ich mir natürlich auch Sorgen mache, schließlich habe ich Jahrzehnte investiert, um sie aufzubauen. Das heißt nicht, dass ich keine Empathie hätte oder anderer Menschen Schicksale mich nicht interessieren, aber von deren Erfahrungen kann ich ja nicht aus erster Hand berichten. 

Dennoch bin ich ganz ehrlich. Mir ist schon seit vielen Jahren bewusst, dass mein Schaffen und mein Werk nicht Dreh- und Angelpunkt dieser Welt darstellen, dass mein Versuch, den Menschen ein wenig tiefgründiges Entertainment und ein bisschen Balsam für die Seele zu bieten, alles andere als das Bedeutendste ist – und je größer die Krise, desto unbedeutender möglicherweise.
Meine Geschichten sind nicht lebensnotwendig. So wie Klopapier. 

Dies bestätigte im Übrigen auch der Mega-Konzern Amazon in den vergangenen Tagen. Vielleicht hat der ein oder andere von euch auch schon die dortigen Kurzmeldungen gesehen, dass „Amazon sich nun darauf konzentriere, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen“, weswegen nun zum Beispiel Unterhaltungsmedien, Bücher und anderes hinten anstehen sollen. Ach, ihr Menschenfreunde. Wie gut, dass wir euch haben, damit ihr entscheidet, was momentan das „Notwendigste“ ist. Ist ja euer gutes Recht, schließlich kann das die Geschäftsleitung so entscheiden, wie sie möchte.

Hat sie auch.
Der ehemalige Bücher-Onlineversender hat nun einen Anlieferungsstopp für Bücher erlassen.

Das heißt, die Verlage (und dadurch die Autoren) dürfen mit weitreichenden Folgen und extremen Umsatzeinbußen rechnen. 

Quelle übrigens: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/corona-krise-im-buchhandel-was-wird-jetzt-aus-den-verlagen-16701255.html

Das wird bitter für den ein oder anderen Autoren-Kollegen.

Weit weniger im Fokus der Öffentlichkeit steht die Tatsache, dass auch für Tonträger ein Bestellstopp vorliegt. Das bedeutet, nachdem die Lager bei Amazon leer sind, gibt es auch keine Schallplatten und CDs mehr zu kaufen, die für alle Labels und Bands den Löwenanteil ihrer direkten Musikerlöse darstellen (Streaming bringt viel, viel, viel weniger). Amazon ist klar die Nummer 1 als Vertriebsweg.

Keine Konzerte, kaum noch Tonträger … tja. Das ist bitter. Das trifft mich allerdings nicht nur als Kreativschaffenden hart, nein, auch als Konsumenten. Denn ob die Verantwortlichen das glauben oder nicht: Für mich sind Bücher und CDs nach wie vor ein Lebenselixier, und ich bin froh, dass meine Bibliothek gut gefüllt ist mit Geschichten, die ich noch nicht lesen konnte (ihr wisst schon, der NZL-Stapel ist mittlerweile ein NZL-ZIMMER!), und ich meine Silberling-Sammlung auch über JPC und Co. erweitern kann. Denn ich genieße Musik eben am liebsten über ein feines Abspielgerät und per CD.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass meine Musikerkollegen und ich das sehr deutlich spüren werden, wenn der Nummer-Eins-Vertriebsweg wegfällt.

Dennoch habe ich mir vorgenommen, jeden dieser Tagebucheinträge mit einer positiven Botschaft enden zu lassen. Zum ersten Mal in meinem Leben scheint es gesellschaftlich völlig akzeptiert – und auch noch förderlich für die Gesundheit – zu sein, dass ich so ein kontaktscheuer Mensch bin, der am liebsten zu Hause in seinem Kämmerlein (manchmal still, manchmal laut) sitzt und schuftet.

Früher als verschrobener Kauz und Gesellschaftsmuffel schräg angeschaut, habe ich mich quasi ohne es zu wollen zu einer Art Vorzeigebürger entwickelt! Das Rebellenherz ist deswegen sehr alarmiert, aber ich nutze seine Energie für viele schöne Texte. Ich schreibe momentan wirklich viel und bin überzeugt, dass all diese Geschichten irgendwann Gehör und Augen finden werden.
Ich freue mich schon drauf.

Euer Asp

„Abstand mit Anstand“


1. März 2020

ASP's Midnight Hour 1

Wenn Du bei Spotify bist, dann kannst Du Asps Mitternachts-Playlist, Folge 1 hören.
Der DJ-Koffer bleibt zu, die Playlist bleibt auf.
Am besten nachts genießen.

be careful, strange music coming up …

18. Februar 2020

Kosmonautilus-Tour Nachlese: Ohrwurm Top 12

Liebe Kosmonautilus-Konzertbesucher,

gar nicht einmal so bekannt ist ja die Tatsache, dass wir Musiker auf einer Tournee nicht nur Musik spielen, sondern auch welche hören. Auch im Tourbus, gemeinsam mit der Crew, wenn man noch ein wenig runterkommen muss vom anstrengenden Tagwerk.
Dabei bleiben – Segen und Fluch – auch massive Ohrwürmer in den Gehörgängen haften.
Als kleinen Blick bzw. ein Lauschen hinter die Kulissen präsentiere ich euch heute elf und einen Song, die sich am massivsten gehalten haben auf der Kosmonautilus Tour 2020. 


Hier kommen die Top 12:

Beginnen wir mit dem
Platz 12: Dort schlichen sich die Southern Rocker von Black Stone Cherry ein, die ich 2019 als Vorgruppe von Meister Alice Cooper sehen durfte und die ich neu in die seit Jahren gepflegte Reiseplaylist einfügte. Bei White Trash Millionaire begannen viele Füße zu wippen und Köpfe zu nicken. Kannte keiner, wurde viel gefragt.

In kleiner Runde hörten die Jungs vom Support und ich, da wir uns eine Strecke im Tourbus teilten, bevor der Rest der Truppe zustieg, immer viel Metal. Vor allem die „neue“ Judas Priest hatte es uns angetan, und so landete auf Platz 11 der Ohrwürmer der Titel Rising From Ruins.

Einen wahren Evergreen unter den Tour-Ohrwürmern liefert der kluge Farin Urlaub mit seinem Racing Team und dem Titel Newton hatte Recht. Vor allem Lutz und ich freuen uns stets aufs Neue über dieses geniale Mantra: „Was nicht geht, geht nicht!“, obwohl wir mit unserer Arbeit eigentlich täglich das Gegenteil beweisen. Danke, Herr Urlaub. Was ist das, ein Urlaub? Für jemanden, der schon so oft in den Top Ten war, bedeutet Platz 10 sicher nichts, aber für uns schon, hihi. Weiter geht es natürlich mit der Nummer 9, auf die es der Klassiker Johnny B von den Hooters geschafft hat. Immer gern gehört und nach dem kleinen Memmingen-Gig mit viel Mitgesinge backstage abgefeiert. Die Hooters haben bestimmt schon 10.000 Konzerte gespielt. Ob wir das auch noch schaffen?
Einen wahren Wave-Klassiker summten einige von uns noch tagelang, als ihn jemand geradezu fahrlässig nach dem Leipzig-Konzert auf uns losgelassen hat. Wolfsheim sind ja wahre Meister des gepflegten Ohrwurms, welchen man am besten mit melancholischem Blick in die Ferne mitzusingen hat. Auf jeden Fall ein verdienter Platz 8 für die unvergleichliche Stimme von Herrn Heppner und ein extra Sternchen dran, weil einige von uns mit Schrecken feststellen mussten, dass der Song The Sparrows And The Nightingales jetzt auch schon bald drei Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Schrecklassnach!
Sehr viel jünger ist da unser Platz 7, den der großartige Moby mit Lift Me Up lieferte. Das wird nachher wieder keiner der Betroffenen zugeben, aber als der Song lief, herrschte wahnsinnig gute Laune, und überraschend viele zeigten sich sehr textsicher, nicht nur beim Oh la la la la …
Oh là là, was für ein Ohrwurm!
Gleich mehrere Würmer krochen ins Gedächtnis zurück, als mit Begeisterung über die Inchties gesprochen wurde. Es ist ja bekannt, dass ich seit vielen Jahren ein großer Fan der verrückten Streicher-Truppe bin, die neue Tourleiterin wusste es aber noch nicht, und so konnten wir eine musikalische Gemeinsamkeit entdecken und uns drüber freuen. Und deswegen wurden auch die anderen mit Ohrwürmern versorgt, von denen es bei der Band unzählige gibt. Bei den letzten drei Konzerten lief der Western Song der Inchtabokatables sogar als Umbaupausen-Lied. Stellvertretend für die vielen Hits hat es Das Beil auf die Nummer 6 geschafft, dieses haben ja sogar mal die „Zaubererbrüder“ gecovert.
Apropos Pausenmusik! Vor dem Konzert schallt immer der wundervolle Soundtrack von „The Last Of The Mohicans“ aus den PA-Boxen. Und der wäre natürlich nichts ohne die Melodien von The Gael des schottischen Ausnahmemusikers Dougie MacLean. Wer da kein Fernweh bekommt, bei dem läuft irgendwas verkehrt. Und die Geigenmelodie wird man auch nie wieder los. Bamm. Ohrwurmwurmwurm auf 5.
Auf Platz 4 ist unsere sympathische Supportband Two Mind Collide gelandet. Li und seine Mannen haben viele tolle Songs im Gepäck, aber Keep Up The Pace! ist ein ganz besonders perfides Beispiel für Lieder, die einen den ganzen Tag begleiten. Kann man kaum abschütteln, außer man hört den Song dann endlich am Abend, damit das liebe Hirn-Rotations-Radio endlich wieder Ruhe hat. Zu Platz 3 und Type O Negative braucht man eigentlich nichts mehr sagen. Haben ASP ja schon gecovert und entsprechend hartnäckig hält sich der Song I Don’t Wanna Be Me seit vielen Jahren auf der Ohrwurm-Liste. Und womit? Mit Recht! Der Wunsch wurde geäußert, wir sollten die Nummer doch mal wieder live spielen. Auf Platz 2 kam eine ganz außergewöhnliche Nummer, und ich vermag gar nicht mehr zu sagen, wie das Lied das geschafft hat, zu einem so beständigen Tour-Ohrwurm zu werden. Kaum hatte man Why Can’t This Be Love endlich wieder losbekommen, kam garantiert jemand anderes vorbeigelaufen und pfiff oder summte das vermaledeite Stück. Kein Wunder, dass der Track in den 80ern ein internationaler Superhit war. Ob er es auch bei der nächsten Tour wieder in die Top 12 der krassesten Tourohrwürmer schaffen wird, ist nicht gewiss.

Bei der Band, die auf Platz 1 landete, kann man aber beinahe sicher sein, denn die fulminanten Herren von Knorkator liefern eigentlich seit vielen Jahren den Ohrwurmsoundtrack für die Backstage-Beschallung. Ob nun Weg nach unten, Böse, Klartext oder Sie kommen, Alf Ator, Buzz Dee, Stumpen und Kollegen liefern beständig grausam-geniale Melodien, die man nicht mehr loswird. Will man auch nicht, denn da ist so viel dabei, von dem man denkt: Knorkator sollten unbedingt mit Platinschallplatten überhäuft werden, bis höchstens noch Alfs Zopf herausschaut. Chapeau und Knicks in Richtung der Kollegen. Dieses Mal war mit leichtem Vorsprung der unfassbar lustig getextete Titel Du nich vom 2011er Reunion-Album „Es werde Nicht“ ganz vorne und der Tourohrwum der Kosmonautilus-Saison. Wir Sandaletten, ihr Stiefel!

Danke dafür! Das war kein Ohrwurm, sondern der unangefochtene Spitzenreiter der Kosmonautilus-Melodienspiralen!

So. Jetzt habt ihr einen kleinen Einblick bekommen, was sich musikalisch hinter den Kulissen abgespielt hat, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wer Lust und Spotify hat, kann die Ohrwürmer hier nachhören:
Tourbus Top 12



30. Dezember 2019

Translation

Liebe Freunde!
Wir haben ein neues Lyrics-Video für euch.
Als kleine Besonderheit liefern wir eine englische Übersetzung mit.
Wenn ihr euch nun fragt, wie die vielen kleinen Doppeldeutigkeiten und Wortspiele in eine andere Sprache übertragen wurden, so lautet die Antwort ganz einfach: Gar nicht.
Vieles bleibt einfach "lost in translation". Das ist ja auch das, was die deutschsprachigen ASP-Texte ein wenig ausmacht, nicht wahr?

Enjoy!


22. Dezember 2019

Zaubererbruder live und für immer in HDTV für alle Supporter

Liebe Freunde!

Nun ist es endlich so weit!:
Ein wichtiger Meilenstein der großen Crowdfunding-Aktion „Zaubererbruder live und für immer“ steht uns heute ins Haus. Alle Unterstützer bekamen heute Zugang zu einer hochauflösenden Version ihrer „Zaubererbruder live und für immer DVD“ als zusätzliches Dankeschön.
Nun können alle das Konzert endlich in Blu-ray-Qualität  genießen.

Die Supporter wurden per Mail informiert. Schaut in euren Mail-Eingang und prüft ggf. auch euren SPAM-Ordner!

Wir wünschen allen viel Freude mit der HDTV-Version unseres Konzertes und
BESINNLICHE FEIERTAGE MIT VIEL GUTER MUSIK!
WIR SEHEN UNS AUF DER KOSMONAUTILUS-TOUR!

Heavy X-Mas!
Euer ASP-Team

18. Dezember 2019

Überraschungsgäste im Backstage

Liebe Besucher des Kosmonautilus-Konzertes in München!

Wir haben eine ganz besondere Überraschung für euch. Am 18. Januar, also genau in einem Monat, werden wir unsere Bühne einer ganz besonderen Band zur Verfügung stellen, um euer musikalisches Herz zu erfreuen.
Unsere Freunde von DELVA kommen zu Besuch!


„Vor einigen Monaten fragte mich Johanna, ob DELVA in München als Special Guest einen Überraschungsauftritt hinlegen könnten, um unserem Publikum einige ihrer neuen Songs zu präsentieren. Johanna hat vor kurzem eine wunderschöne Version unseres Stückes "Liebes Licht" für uns eingesungen.
Ich hätte aber auch ohne diese Glanzleistung ja gesagt, denn die neue Platte von DELVA wird ein absoluter Traum und ich finde, sie verdient eure Aufmerksamkeit!“

Kommt also recht früh ins legendäre "Backstage", denn wir haben in München einen zusätzlichen, wohlklingenden Programmpunkt für euch!

Ein Vorgeschmack auf das Album ist soeben mit der ersten Single „Winterkind“ erschienen.

Hier könnt ihr lauschen!


11. Dezember 2019

Rustikalhorror

Nicht am Sonntag.
Am Donnerstag.
Das Grauen hat viele Gesichter.


9. Dezember 2019

IHR HABT ENTSCHIEDEN!

Boah. War das knapp!

Dieses Voting hat es bewiesen: Nicht nur ASP sondern auch die ASP-Fans haben ein Händchen für spannende Geschichten!
Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen war das bis zur allerletzten Minute.


Am Ende hatte der Sieger-Track nur eine Handvoll mehr Stimmen als der zweitplatzierte Song.

Überhaupt wurden eigentlich alle Songs sehr stark gewählt, Verlierer gab es nicht, was ja ein sehr gutes Zeichen für ein Album ist. Na klar, die Abyssus-Parts auseinanderzureißen, das brachte dann doch niemand übers Herz, weswegen sie so gut wie gar nicht gewählt wurden. Auch sehr toll!

Für alle, die es genauer wissen wollen, haben wir eine hübsche kleine Grafik vorbereitet.

Gute Nachrichten: Quasi versehentlich kommt der Song von Platz 2 trotzdem auf die Single.

Liebes Licht wird nämlich in einer wunderschön gesungenen Version von Johanna von Delva vertreten sein. Über weitere Inhalte könnt ihr euch unten informieren, bitte weiterlesen.


Doch nun, und ohne weitere Verzögerung:

And the winner is …
*Trommelwirbel*

Kosmonautilus!

Irgendwie scheint ihr eine Vorliebe für Titelsongs bei solchen Abstimmungen zu haben. Das respektieren wir und so heißt nun mal wieder die 3. Single aus dem Album KOSMONAUTILUS eben ebenfalls KOSMONAUTILUS:

Und die die Glücksfee (bzw. der Glücks-Elf) hat sich auch gleich an die Ziehung gemacht.

Über je einen Gutschein über 100,- Euro für den ASP Onlineshop dürfen sich freuen:

Darnell M. aus Augsburg

Anna Sylvana S. aus Oldenburg

Caren K. aus Lage

Markus F. aus Mannheim

und

Barbora S. aus Prag (liebe Grüße an unsere Hörer aus der Tschechischen Rebublik an dieser Stelle!)

Die Gewinner wurden bereits per Mail benachrichtigt!

Damit die Single bis zur Kosmonautilus-Tour fertig werden kann, wurde am Wochenende durchgearbeitet, Artwork und Master hergestellt und alles zusammen nun dem Presswerk übermittelt.



Einen genauen Veröffentlichungstermin geben wir in Kürze bekannt, sobald wir selbst Bescheid wissen.
Aber wir können schon verraten, wie sie aussehen wird und natürlich das Allerwichtigste:

Was drauf ist:






Die CD-Version wird folgende Stücke enthalten:

1. Kosmonautilus (Single Edit)
2. Phragmokontrolle InstruMental
3. Schatten eilen uns voraus InstruMental
4. Liebes Licht (feat. Johanna Krins)
5. Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe) [live in Oberhausen]

Das kann sich sehen und hören lassen!

Wir freuen uns alle auf die dritte Single, die Tour (die nun unmitttelbar bevorsteht) und wünschen euch bis dahin eine stressfreie Vorweihnachtszeit!

Asp und das komplette Team, Trisol Music Group und alle bei und mit Herz und Verstand

4. Dezember 2019

Denk-Zettel

Eine Botschaft, die im Hintergrund eigentlich immer mitlaufen darf. Oder?


Neu im Shop. Nicht käuflich.

26. November 2019

Size matters

Liebe Hörer, liebe Booklet-Anseher, liebe Kritiker,

die Größe eines Werkes bemisst sich wohl nicht durch eine Zentimeter-Zahl, sondern nur durch das, was es im Rezipienten/ in der Rezipientin auslöst.
Dennoch muss man bei einer Box wie unserer "KOSMONAUTILUS – Die ganze Welt" natürlich irgendwie, will man dem Interessierten Neuankömmling klarmachen, was für ein Monster er sich da in den Plattenschrank* stellen wird, auch die rein faktische** Größe beschreiben

Und dafür lässt sich unser Label Trisol unter der unermüdlichen Leitung von Alex Storm auch immer wieder etwas Neues einfallen. Da werden Pfeile in Grafiken oder virtuelle Vergleichsgegenstände des Alltags zum Größenvergleich eingebaut, und natürlich wird auch im Text alles mögliche erklärt.

Durch einen Verkettung lustiger Begebenheiten und Mikroideechen befeuert, kam es dazu, dass wir im ASP-Hauptquartier daraufhin eine etwas … andere Lösung für diese Größen-Erklärung erarbeitet haben.
Dafür ging neben den unzähligen anderen Aufgaben, die mit einer solchen Veröffentlichung einhergehen, noch die ein oder andere Nachtschicht drauf. Aber ich finde, es hat sich absolut gelohnt und es war den Spaß wert.

(Siehst Du, Alex? So geht es doch auch?)

Euer
Asp


Foto: Asp privat. "Lego" is a registered Trademark of Lego A/S

* Plattenschrank: Gab es früher, hat man Tonträger drin gesammelt
** Fakten: Gab es früher, bevor sie durch Meinungen und Behauptungen ersetzt wurden

18. November 2019

Single Nummer 3 in euren Händen

Liebe Freunde dort draußen an den Endgeräten,

ihr könnt euch die emsige Betriebsamkeit im Hause ASP kaum vorstellen. Die Veröffentlichung des neuen Albums KOSMONAUTILUS steht unmittelbar bevor und wir haben noch so einige Überraschungen für euch in petto. Freut euch, es wird eine aufregende Zeit für alle Tiefenforscher!

Eine Neuigkeit jedoch schon vorab: Es wird auch bei diesem neuen Album eine dritte CD-Single geben.
Kurz ausgeholt: Oft werden wir gefragt, warum wir in Zeiten von Streaming und digitalen Musikkonsums überhaupt noch Singles auf CD veröffentlichen. Die Antwort ist ebenso naheliegend wie einfach: Wir lieben Tonträger! Und wir wissen, dass es noch Leute gibt, denen es genauso geht. Deshalb erscheint zumindest eine kleine Auflage von echten Single-CDs.

Zwei gibt es schon. Die erste ist "Tintakel" und die zweite "Abyssus 2 (Musik)". Die dritte … nun, die bestimmt wieder ihr!
Pünktlich zum Erscheinen des Albums machen wir euch wieder zu unseren A&R-Managern und überlassen euch per Abstimmung die Entscheidung, welcher der anderen Songs die dritte und letzte Single-Auskopplung wird.
Eine schnelle Entscheidung wird gefragt sein, ihr müsst also intensiv lauschen und dann flink zu einem Urteil gelangen.

Nähere Infos in Kürze!
Zu gewinnen wird es auch wieder etwas geben.

Asp

P.S.: Ganz anderes Thema: Nehmt euch für kommenden Sonntag gegen 20:00 Uhr mal besser nichts vor …


9. November 2019

Dezember in Sicht.

Liebe Freunde,

der Dezember nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln. Für viele normalerweise eine Zeit der Besinnlichkeit.
Daraus wird aber in diesem Jahr nichts, denn am 29.11. erscheint ja unser neues Album KOSMONAUTILUS!
Besinnlich? Eher nicht. Sinnlich? Ziemlich sicher. Sinnvoll? Aber hallo!

Nichtsdestotrotz kan man es natürlich auch während einer kleinen Adventsbastelei genießen, wenn man möchte.

Das haben wir gleich mal ausprobiert.
Kerzenschein passt ja nicht nur zur Osternacht, sondern eigentlich immer.

Aspventszeit.


3. November 2019

Supporters

Liebe Supporter!

Widmungen für die Supporter müssen natürlich nicht nur angeboten, sondern auch irgendwann erledigt werden. Das mache ich gerne, denn im Gegensatz zu vielen Tätigkeiten, die mir über den Tag begegnen, die allesamt nichts mit „schöner Kreativität“ zu tun haben, ist das eine, die man sich zumindest angenehm machen kann. Zum Beispiel kann man schöne Musik dabei hören, ein Segen für mich, denn beim Texteschreiben oder Komponieren kann man das leider nicht, während einer Produktionsphase gibt es also wenig Gelegenheit, sich selbst ein wenig Seelenheil durch Musikgenuss zu verschaffen. Oder ich kann ein Hörbuch einlegen und auf diese Weise über einen Umweg meinen NZL-Stapel wenigstens nicht noch höher, und gefährlich wankend, wachsen lassen.

Aber egal wie angenehm man sich dabei akustisch berieseln lässt, eine gewisse Grund-Aufmerksamkeit muss man natürlich dennoch aufbringen, damit man Gehörtes nicht in Geschriebenes umwandelt und plötzlich anstatt „für Lukas“ „für Luke Ellis“* auf dem Zertifikat steht.

Und natürlich fällt mir dabei auf, vor allem da es zwei Zertifikate sind, die parallel zu be-widmen sind, dass dabei die gleichen Namen immer wieder auftauchen. Und damit meine ich nicht, dass es weit verbreitete und beliebte Vornamen sind, die ich immer wieder lese. Das natürlich auch, aber ich sehe sehr deutlich, dass es unermüdliche Unterstützer gibt, die keine Gelegenheit auslassen, uns durch die Supporters-Editions zusätzlich zu unterstützen, und welche durch ihren Beitrag nicht nur dafür sorgen, dass unsere Arbeit und die Fortführung unseres Werkes weiterhin ermöglicht werden, sondern auch, dass ich mich beim Widmen sehr wertgeschätzt fühlen darf. Das ist ganz wundervoll!


In Zeiten, in denen überall im Netz und vor allem auf den sogenannten „social“ Media Plattformen überwiegend genörgelt, herumgekrittelt und voller Herablassung und Respektlosigkeit über Künstler gesprochen wird.
Und deshalb tut ihr ein doppelt gutes Werk für uns, liebe Supporter, und ich bin doppelt dankbar. Deswegen mussten jetzt alle Interviews zum neuen Album mal kurz warten und alle Organisations-Grübeleien beiseitegeschoben werden, denn es war mir ein großes Bedürfnis, nun meinerseits meine Dankbarkeit dafür öffentlich zu äußern.

Ich weiß, ihr seid ein kleiner, exklusiver Kreis, sehe deutlich, dass es ein harter Kern von Fans ist, der uns zusätzlich unterstützen möchte. Dafür bin ich aus oben genannten Gründen irrsinnig dankbar.

Und manche mögen nun sagen: „Ich habe aber leider keine Mittel, kann mir einfach keine zusätzliche Unterstützung für meine Lieblingsmusiker leisten, außer dass ich mir die Musik auf Tonträger oder als Download kaufe, was kann ich tun?“

Die Antwort ist ganz einfach und gilt nicht nur für ASP, sondern für alle Lieblingsbands (und für viele ganz andere Bereiche der Meinungsäußerung): Ein paar respektvolle, freundliche Worte kann man heute doch so leicht überall hinterlassen. Ob als kurze Rezension oder mit einer positiven Bewertung oder indem man schlicht all diese Möglichkeiten nicht nur den selbsternannten Kritikern oder Nörglern und Hatern überlässt! Geht ganz leicht und dauert oft nur wenige Sekunden.

Bevor es nun allzu philosophisch wird, wende ich mich nun wieder den Widmungen für euch zu!
Wir sehen uns auf Tour!

Asp


31. Oktober 2019

ZAUBERERBRUDER LIVE UND FÜR IMMER DIGITAL

Happy Halloween, ihr Lieben!

Am 28. November hat der durch die wunderbare Unterstützung unserer Crowdfunder realisierte Konzertfilm „Zaubererbruder live und für immer“ nach einer gefühlten Ewigkeit nun endlich die verdiente digitale Veröffentlichung erfahren. 

Das ist ein wichtiger Moment für die Band und alle, die seit einem Jahr an diesem Projekt gearbeitet haben. Durch den Support der ASP-Fans konnte der Video-Mitschnitt entstehen, und nun ist es an der Zeit, dass das Ergebnis unser aller Bemühungen endlich einer – hoffentlich –breiten Öffentlichkeit präsentiert wird.


Für mich ein guter Zeitpunkt, mich im Namen aller Beteiligten noch einmal ganz herzlich bei den Unterstützern zu bedanken!
Damit ist nun ein weiterer Meilenstein geschafft, und ich nehme alle Erfahrungen, die mit dieser großen Aktion verbunden sind, dankbar und demütig an, auch diejenigen, die sich als unerwartete Rückschläge und Stolpersteine herausgestellt haben. Per aspera ad aspera, meine Freunde!

Wir sind hier wirklich in allen Belangen an die Grenzen dessen gegangen, was eine Indie-Band wie ASP auf die Beine zu stellen vermag. Eure Unterstützung sollte das Risiko dieses Vorhabens minimieren. Dies ist gelungen!

Wir konnten weitermachen und in der Zwischenzeit das Kosmonautilus-Album erschaffen. 

Danke für alles!

Allen, die auf diese Weise zum ersten Mal in den Genuss dieses Konzert-Erlebnisses oder seines audiovisuellen Mitschnittes kommen können, wünschen wir viel Freude!
Das Konzert hat eine Laufzeit von 2 Stunden und 29 Minuten und ist in Full-HD (Full-Frame 16x9) verfügbar. Der Ton ist stereo. Erhältlich wird das Konzert hier sein:

iTunes Store
Amazon
Videoload

Google Play, Maxdome, Joyn und viele weitere folgen.

Spannend und auch für uns: eine Premiere!

Euer
Asp


27. Oktober 2019

KOSMONAUTILUS IM ORKUS

Heute in der Widmungspause durchgeblättert: Das neue Orkus!-Magazin. 12 Seiten ASP, Werbung und Titelbild nicht mitgezählt!

Und für mich das Allercoolste: Mit dem Prince of Darkness höchstpersönlich zusammen auf einem Titelblatt: Mr. Alice Cooper
Yes!

Euch einen schönen Sonntag!


25. Oktober 2019

Album-Player online!

Liebe Freunde,

wer von euch nicht in das neue Album vorab reinhören möchte und ungespoilert am Erscheinungstag KOSMONAUTILUS genießen möchte, der sollte unten nicht auf den Play-Button drücken.
Allen anderen viel Spaß mit den Hörproben.






18. Oktober 2019

"Tintakel" erscheint. "Abyssus 2 (Musik)" vorbestellbar

Kurzmeldung!

Heute  erscheint offiziell der erste akustische Vorgeschmack zum neuen Album „Kosmonautilus“ als Download bei allen relevanten Plattformen (z.B. iTunes) und natürlich wieder als Sammler-Edition auf echtem Silberling!
Viel Freude mit "Tintakel"!

Die nächste Auskopplung darf ich ebenfalls heute ankündigen: Der zweite Vorab-Song, um euch die Wartezeit zu versüßen, wird tief- und abgründig sein! 


Sein Titel:
"Abyssus 2 (Musik)"
Erscheinungsdatum: 22.11.2019

Sichere dir jetzt dein Exemplare der streng limitierten CD-Ausgabe!

Für diese Single bieten wir auch wieder eine Supporters-Ausgabe mit Widmung an. Aber nur 300 Stück!







2. Oktober 2019

20 Jahre ASP

Liebe Leser,

im aktuellen Orkus!-Magazin ist ein weiterer Teil der Interview-Reihe zum 20-jährigen Bestehen von ASP enthalten. Dieses mal gab sich niemand geringeres als Herr Wesselsky von Eisbrecher die Ehre …
Ein feines Gespräch mit spannenden Themen. Von WGT über Nachtmahr bis hin zu Plattenspielern in SUVs, es wird über Goldene Schallplatten, Echonominierungen genauso wie über Stutenbissigkeit unter Kollegen gequatscht. Und endlich wird die Frage "Glatze oder Zopf" geklärt …
Und olle Fotos aus den Archiven gibt es, passend zum Sujet, selbstverständlich auch wieder.

Bald ist das Jahr um und damit auch die Interview-Serie. Aber noch erwarten uns einige weitere Highlights.

Viel Spaß damit!



21. September 2019

Kosmonautilus Schallplatten

Liebe Vinylfreunde,

ja, ihr habt die Qual der Wahl:
In drei schönen Farbausgaben kommt die Kosmonautilus auf Doppel-LP heraus!


Doch ganz gleich, welche Version Dein Auge am meisten erfreut: Das Wichtigste ist und bleibt der Inhalt. Und er ist bei allen dreien natürlich gleich!

Blue Marble Edition (limitiert auf 333 Stück), ab Oktober im Handel vorbestellbar.


Red Marble Edition (limitiert auf 333 Stück), ab Oktober im Handel vorbestellbar.

Blue Splatter Edition (limitiert auf 333 Stück), exklusiv in unserem Shop. Vorbestellbar! Nur noch wenige vorrätig.


Viele Grüße,
euer

Asp

18. September 2019

Zeit-Zeugnis

Sitzend hier in dem winzigkleinen, absichtlich herbeigeführten Vakuum nach dem Abschluss der (Kreativ-)Arbeiten zum neuen Album Kosmonautilus musste ich mich im eigenen Kalender rückversichern:
Ja, tatsächlich, es war vor einem Jahr, dass wir wie verrückt geprobt haben für die Zaubererbruder Live und Extended-Tour.
Für mich fühlt sich das aber so an, als wären seither nicht elf und ein Monat, sondern eher drei Jahre vergangen. Verrückt!

Ich bin sehr froh, dass wir als  Erinnerungshilfe das für mich unfassbar wertvolle Live-Album veröffentlicht haben. Der Zauber dieser Konzerte enthüllt sich mir dadurch erneut vor dem inneren Auge.

Die Zeit fliegt schneller dahin als die Raben übers Land.

Genießt sie! Carpe noctem,
Asp




1. September 2019

Auf dem Cover

Glaubst du an Zeichen? An Omen? An das Schicksal?
Ich ja eigentlich nicht, aber als ich mich neulich auf den Weg machte, um die letzten Gesangsaufnahmen im Twilight Sound Studio zu machen, wäre es beinahe so weit gewesen.

Es verhält sich so: Zusätzlich zu den fast 80 Minuten eigener neuer Songs haben wir als Bonus-Track auch wieder ein Stück von jemand anderem interpretiert. Eine so genannte Coverversion.

Wie bereits auf ZUTIEFST habe ich wieder etwas ausgesucht, das mir inhaltlich sehr passend erschien und musikalisch … nun, musikalisch würden wir es schon passend machen.

Das ist nach meiner Ansicht auch der Sinn einer gelungenen Coverversion: mit viel Respekt ein bisschen von seinem eigenen Stil in die Interpretation einfließen zu lassen.

Zumindest beim Gesang fiel mir der Respekt sehr leicht, bekam ich doch auf der Zugfahrt ins Studio noch eine nette kleine Erinnerungshilfe dafür.

Ausgewählt habe ich das wunderschöne Lied „Nessaja“ von Peter Maffays 1983 erschienenem Konzept-Kinder-Album „Tabaluga und die Reise zur Vernunft“. Ich kenne viele Leute, die mit diesem Album „groß geworden“ sind, und ich fand es unglaublich passend. Ich bin schon sehr gespannt, wie die verASPte Version euch gefallen wird. Gerade weil ich weiß, dass dieses Lied auch für viele unserer Hörer ein Teil ihrer eigenen Kindheitserinnerungen darstellt, wenn nicht sogar der ihrer mittlerweile aufwachsenden Kinder, haben wir uns natürlich besonders behutsam daran gemacht, denn nicht nur dem Originalinterpreten wollten wir Respekt zollen, sondern auch den Emotionen von unzähligen Fans.

Und um mich in der Gesangskabine daran zu erinnern, schaute mich vom Cover der auf den Sitzen ausliegenden Bahnzeitung ein freundlicher Herr an, der in diesem Jahr seinen Siebzigsten feiert.

Da kann ich nur sagen: „Alles Gute!“ Und mit der gebührenden Demut auch an alle anderen gerichtet: Da hoffen wir doch mal, dass wir für unseren Coversong keine Tomaten ernten, sondern ein paar strahlende Gesichter. Der Rest ist leuchtendes Schweigen …

Euer
Asp


12. Juli 2019

Crowdfunding Update: 12 Raben als Pechvögel

Liebe Unterstützer,

es ist mehr als an der Zeit für ein Update.

Natürlich war viel zu tun im Hause ASP, ein neues Album zu schreiben, zu produzieren und – wenn nun nichts mehr dazwischenkommt – am 29. November zu veröffentlichen. Aber auch eine Jubiläumstour haben wir gespielt, und die fünf mageren Termine haben dennoch einen gigantischen, nie da gewesenen Organisationsaufwand erzeugt. Und wie seit einigen Tagen bekannt ist, haben wir ganz nebenbei eine Tour mit 15(!) Terminen geplant, um dieses Mal bei so vielen Menschen wie möglich einigermaßen in der Nähe spielen zu können. Auch Wien und Pratteln sind wieder dabei, hoffentlich lassen sich ausreichend Fans bei unseren deutschsprachigen Nachbarn mobilisieren.



Nun zu unserem Konzertfilm, dessen Risiko wir durch die freundliche monetäre Unterstützung von Fans ohne die Gefahr entstehen lassen konnten, dabei in große finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Das hat geklappt. Wunderbar! Wir sind mit einer feinen rotschwärzlichen Null aus der Sache herausgekommen, und das war ja der Sinn der Sache. Alle externen Rechnungen sind bezahlt.
Einen gibt es, der ohne Bezahlung gearbeitet hat, ihr wisst schon wer. Aber das macht ja nichts, denn deswegen hatten wir ja von Anfang an kommuniziert, dass wir die digitale Auswertung sozusagen als „Belohnung“ für unsere Mühen haben werden.

Was aber niemand ahnen konnte: Das sollte gar nicht so leicht werden. Wir haben nun tatsächlich 6 Monate gebraucht, um einen passenden Vertrieb für „Zaubererbruder live und für immer“ zu finden. Das war gelinde gesagt eine ziemliche Überraschung, und natürlich ist es nicht ganz optimal, denn mittlerweile ist das Thema ja nicht mehr ganz aktuell und die Nachfrage wird auch nicht mehr so groß sein und natürlich wurde das Video auch heimlich schon das  ein oder andere Mal ge-shared ;)
Aber wir haben es geschafft. Mit Hilfe des Labels Trisol und der freundlichen Unterstützung des wunderbaren Filmemachers Gregor werden wir sehr bald das Thema auf digitalem Wege anbieten können.

Wie die Unterstützer gemerkt haben dürften: Auch was das Zur-Verfügung-Stellen des hochauflösenden Konzertfilms für die DVD-Käufer angeht, ist nicht alles so gelaufen wie geplant, denn sonst hättet ihr das ja bereits runtergeladen.
Auch hier gab es unerwartete Hürden, wir waren kurz davor, eine eigene Download-Plattform in AspsWeltEn.de zu integrieren, auf der wir das alles ganz elegant hätten anbieten können.

Aber plötzlich haben wir mal wieder gemerkt, wie kompliziert gewisse Angelegenheiten hierzulande gehandhabt werden. Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, nur das Ergebnis mitteilen: vergebens. Das geht so nicht bei einer Indie-Band, dafür fehlt uns die Infrastruktur.

Aber auch hier: Wir haben euch nicht vergessen! Wir bleiben dran und arbeiten an einer Lösung. Noch bis Ende des Jahres werdet ihr das Bild endlich noch schärfer genießen können!
Tut uns leid, dass das so eine langwierige Angelegenheit geworden ist.

Dann bleibt noch eine letzte Sache, über die ich schreiben muss:  der Video-Clip zu einem der beiden neuen Zaubererbruder-Songs. Es steht noch in den Sternen, wann ich Zeit haben werde, mich darum zu kümmern, denn bis zur Kosmonautilus-Tour ist noch so unfassbar viel Arbeit auf dem Tisch, aber! Auch das wird Wirklichkeit werden. 

Alles wird letztendlich klappen, wenn auch unser aller Geduld reichlich strapaziert gewesen sein wird.

Nun freuen wir uns also auf alles, was da kommt, und bitten noch einmal um ein wenig Vorfreude statt Ungeduld.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit,

Asp


29. Juni 2019

Kosmonautilus-Vorgeschmack auf dem M'Era Luna

Liebe Freunde,

wir werden auf dem diesjährigen M'ERA LUNA FESTIVAL, genauer am Samstag, den 10. August 2019 zum ersten Mal Material vom im November erscheinenden Album KOSMONAUTILUS live performen.

Falls ihr dabei sein wollt, es gibt noch Tageskarten für den Samstag!

HIER




3. Juni 2019

Kosmonautilus am 29. November 2019

Liebe Freunde des gepflegten Gothic Novel Rock,

eigentlich beginnt man Ankündigungen wie diese im Normalfall mit einer Floskel wie „mit großem Bedauern muss ich euch mitteilen“.
Ich möchte euch heute allerdings mit positiver Stimmung mitteilen, dass die Veröffentlichung des neuen ASP-Albums „Kosmonautilus“ auf den 29. November verschoben wurde.

Wir sind im Team deswegen froh darüber, weil wir so die benötigte Zeit erhalten, dieses Album so perfekt hinzubekommen, wie es uns möglich ist.

Wir werden dafür einen Monat länger brauchen, als ursprünglich mal ins Auge gefasst war. Pentagrammophon-Tourwahnsinn und Crowdfunding-Arbeitslawinen haben dafür gesorgt, dass dieses Frühjahr zu wenig Zeit für das Songwriting übrig war. Jetzt läuft alles, und wir sind sicher, mit dieser kleinen Verschiebung für ein richtig tolles Ergebnis sorgen zu können.

Die Alternative wäre gewesen, das Album gnadenlos zu kürzen. Das wollte ich aber nicht. Eine gute Geschichte muss auf die Art erzählt werden, wie sie es verdient.

In diesem Sinne: Freuen wir uns auf ein zutiefst ASPiges Endergebnis am 29.11.2019!

Euer

Asp 


19. Mai 2019

Pentagrammophon-Nachbetrachtung, Teil 4

Ihr schönen Menschen,

willkommen zum vierten und vorerst letzten Teil unserer Tournachbetrachtung.
Heute haben wir für euch noch einmal Fotos satt. Sie sind alle von Jodocus Obscurus Photography, der in Hamburg und Wuppertal unser Gast war.
Viel Spaß!

Asp

17. Mai 2019

Pentagrammophon-Nachbetrachtung, Teil 3

Liebe Konzertgänger und Konzertgängerinnen,

wie versprochen haben wir einige Schnappschüsse für euch. Wir, die Band und die ASP-Crew, haben auf Kameras und Handys für euch zusammengetragen, was uns so gefiel und was man in der Öffentlichkeit zeigen kann, ohne rot zu werden … erwartet also keine superscharfen oder künstlerisch wertvollen Fotos! Es sind kleine Momentaufnahmen von einer total verrückten Tour. Mit schneller Hand aus der Hüfte geschossen oder tagsüber zwischendrin festgehalten.

Viel Spaß!

13. Mai 2019

Pentagrammophon-Nachbetrachtung, Teil 2

Foto: Asp privat

"Singt und schwingt das Bein
lasst die Sorgen Sorgen sein!"

Liebe Konzertgänger und Konzertgängerinnen,

so heißt's im Fraggle-Lied und es passt natürlich auch zu einem Konzert.
Unserer Kantorka-Puppe blieb ja glatt der Mund offen stehen ob der Schönheit und des Angebotes unseres Merch-Standes. Klasse, dass ihr so viel Geduld beim Anstehen bewiesen und so viele Sachen brav nach Hause getragen habt. Das füllt nicht nur die leeren Kassen wieder auf, sondern zeigt uns auch, dass euch unsere Kreativ-Ideen auch im Bereich der Fan-Devotionalien gefallen haben. Die Macher freuen und bedanken sich ganz artig.


Viele haben ja schon vor dem Konzert fleißig eingekauft, was uns ehrlich gesagt überrascht, aber auch freut. Nur die Little Big Men, die sind traurig, denn um die Überraschung nicht zu verderben, waren die bezaubernden Merch-Damen angewiesen, diese erst nach Konzertbeginn feilzubieten. An was man alles denken muss, um so einen Gag durchzuziehen …
Wer keines abbekommen hat: Hier gibt es den Rest.

Habt ihr es bemerkt? Lutz Demmler hat für den LBM-Auftritt übrigens auf den Bass gewechselt. Hut ab vor dieser zusätzlichen Hirn-und-Finger-Leistung. Als ob zwei Konzerte nicht schon genug wären. Spaß hatte er trotzdem und die Menschen vor Ort auch, wie es schien.


Vor allem, wenn man so lange Texte mitzusingen hat wie bei Die "kleine" Ballade vom Schwarzen Schmetterling


Setlist The Little Big Men goin' oldschool:
1. Sing Child
2. Weltunter
3. She wore shadows
4. Mercy
5. Where do the gods go?
6. Die kleine Ballade vom Schwarzen Schmetterling

Beim nächsten Tourrückblick werde ich euch einige schöne exklusive Bilder nachreichen, die den privaten Kameras von Crew und Band vor die Linse geraten sind. Der After-Tourblues hat dieses Mal ziemlich heftig zugeschlagen, was sich vielleicht als ganz gut für die Düsternis der zu schreibenden Songs herausstellen wird …

Bis dann,

Asp





9. Mai 2019

Willkommen zurück? Pentagramm-Nachbetrachtung, Teil 1

Foto: M. Kremser

Ihr schönen Menschen,

ich musste mich zugegebenermaßen zunächst einmal von den wunderschönen Strapazen der Pentagrammophon-Konzerte erholen und nebenbei die Nachbearbeitung der Tour vornehmen. Ging doch ganz ordentlich an die Substanz …
Nun endlich einige Worte zu dieser irrsinnigen Reise anlässlich des ASP Jubiläums in Sternform von Heidelberg über Wuppertal nach Hamburg und nach München und Leipzig.

Wir wollten etwas ganz Besonderes für und mit euch veranstalten und euch ein einmaliges Konzerterlebnis bieten. 20 Jahre sind nämlich beileibe kein Pappenstiel, das muss man schon feiern.


Wir haben bei den Konzerten sowohl was das Bühnenbild anging, als auch was die Setlist betraf, viel Aufwand betrieben und man darf auch die "Vorgruppe" nicht vergessen. Ich hoffe, ihr fandet die Auflösung, was die angebliche Coverband anbelangt, genauso erfreulich wie wir. The Little Big Men hatten auf jeden Fall viel Spaß. Vielen Dank an alle, die bei den geheimen Vorbereitungen für diese Überraschung mitgearbeitet haben und natürlich vielen Dank an euch, dass ihr so herrlich dichtgehalten habt! Und ein herzlicher Dank gebührt natürlich unserem Mitverschwörer Li von Two Minds Collide.

So viele schöne Momente, die auch wirklich bis zum unfassbaren Tourabschluss in Leipzig eine Überraschung bleiben durften. Das ist mehr als beachtlich. Genial, ihr Lieben!

In den kommenden Tagen werden wir hier an dieser Stelle noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen.

Bis dahin!

Euer Asp

P.S.: Einige hübsche Sachen vom Merchstand sind wieder mit uns zurückgereist …



5. April 2019

OFFIZIELL VERÖFFENTLICHT: OSTERNACHT/GEH UND HEB DEIN GRAB AUS, MEIN FREUND

Hier im Shop als CD und Vinyl,
als Download und bei Spotifiy (Osternacht, Geh und heb dein Grab aus, mein Freund)

6. Februar 2019

Jubiläumsdoppelpack!

1999 wurde ASP gegründet (Scherz am Rande: Asp schon minimal früher, hehe).
Zehn Jahre später unser sympathischer Fan-Shop (gegeben hat es ihn vorher schon, aber als Firma existiert er nun offiziell seit 2009).

Das schreit nach Aktionen, oder?



4. Januar 2019

Die vielen Gesichter des Zaubererbruders

Er ist ein SCHNITTer …

„Was denn noch alles?“, dachte ich irgendwann. Um den Überblick über die vielen verschiedenen Dinge zu bewahren, die ich auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren durfte (oder besser „hätte sollen“), gehörten die verschiedenen Endergebnisse unserer Arbeit auf der Bühne. Ich musste mir irgendwann eine regelrechte Karte der verschiedenen Bereiche anlegen, um auch ja nichts zu vergessen. Das hat leider nicht geklappt, wie ich kurz vor der Deadline zum Audioanteil der Mittschnitte zur Tour ZAUBERERBRUDER LIVE UND EXTENDED feststellen musste. Das lag vor allem an den sich plötzlich aus dem Dschungel der Deadlines heranpirschenden Einzelaufgaben, welche sich wie Raubtiere über mich hermachen wollten, kaum war ich noch völlig baff aus dem Tourbus getaumelt.

Die gute Nachricht kam schon wenige Tage später: Das Konzert, welches wir als Hauptquelle für unseren Ton benutzen wollten – man kann, sobald Film im Spiel ist, leider nicht wie bei einer losgelösten Konzertaufnahme von verschiedenen Abenden die besten Aufnahmen verwenden –, war sehr, sehr gut geworden. Lutz Demmler machte einen sogenannten Rough Mix vom Konzertmitschnitt und siehe da: Der klang schon ungemischt erstaunlich toll. Unsere Erleichterung kann man sich als Außenstehender kaum vorstellen, denn schließlich ist es nicht nur die Performance der Musiker, bei der mal was danebengehen kann – letztlich sind wir alle auch nur Menschen und von unzähligen Faktoren abhängig, was unsere Bühnensituation anbelangt –, nein, es kann ja jederzeit ein doofes Kabel sein Leben aushauchen, welches dafür verantwortlich gewesen ist, ein zartes Flötensignal zum Pult und Recording-System zu übertragen. Alles ging einigermaßen glatt, und das Ergebnis konnte sich sehen bzw. hören lassen, denn erste Videoaufnahmen gab es natürlich erst viel später zu begutachten.


Nun war es aber so, dass ich mir vorgenommen hatte, den Menschen, die die CD und/oder LP erstehen würden, ein völlig anderes Artwork zu bieten, sozusagen als kleinen Trost (falls sie verpasst hatten, an der Crowdfunding-Aktion teilzunehmen) oder sinnvolle Ergänzung zu den Video-Aufnahmen. So weit, so ambitioniert und gut. Nach tagelangem Durchwühlen des Materials von verschiedenen Fotografen, genauesten Plänen, was wie wo benutzt werden würde, und intensiven Besprechungen mit Layouter Pit Hammann erinnerte er mich an etwas, das ich gewusst, aber schlichtweg vergessen hatte: Es sollte ja auch eine Schallplattenversion geben. Also ein völlig anderes Bildformat als bei der CD. Zwar schön, weil viel größer, aber doof, weil viel größer. Man kann die Bilder und Texte nicht einfach größer ziehen und erwarten, dass die Wirkung genauso eindrucksvoll ist wie in CD-Format. Kann man schon, wird dann aber eher … mittelprächtig. Also haben wir alles komplett neu arrangiert und zusammengebaut und, weil es gerade so schön war, auch noch ein alternatives Cover bei Meran bestellt, denn wenn schon, denn schon.

Aber nicht nur an dieser Stelle hat der angebliche Vinylboom uns einen Streich gespielt. Auch beim Abmischen und Schneiden des Audiomaterials stand ich kurz vor einem Infarkt. Dazu muss man wissen: Die Abmischung von unserem alten Freund Vincent war wirklich genial geworden, was bei so vielen Instrumenten und Spuren, die alle um Aufmerksamkeit buhlen, ein echtes Kunststück darstellt. Gelungen! Dreimal Hurra. Aber für CD/Vinyl und Digital muss leider anders gemischt werden als für die DVD. Und dann der 5.1-Mix nicht zu vergessen. Sowas wollen die Leute ja …

Aua.
Aua.
Aua.

Viel mehr Aufwand als geplant. Na gut.

Aber das war alles kein Problem, schließlich haben die Leute mitgedacht.

Ich hatte nur leider vergessen, dass Schallplatten ja Seiten zum Umdrehen besitzen. Und das mir. Als Vinylfreund. Also kam nun die Gretchenfrage bzw. die Kantorkafrage: Passen die Songs irgendwie vernünftig auf die sechs zur Verfügung stehenden Schallplattenseiten?

Natürlich nicht. Zumindest nicht, ohne ein wahres Wunderwerk an Schnitt-Technik zu ergrübeln, welches allen Songs und möglichst auch den zusätzlichen Gedichten ungekappt zu ihrem Recht zu verhelfen.

Wir haben es geschafft. Die Schnitte haben teilweise weh getan und einige Kniffe des erfahrenen Audio-Engineers gefordert, aber es hat geklappt.
Da fragt man sich, ob die paar Vinyl-Käufer einem das ganze Brimborium überhaupt wert sein sollten. Nun, ihr kennt meine Antwort, hihi.

Manchmal bin ich dann doch froh, dass es keine Tape-Version gibt … Lasst mich mal überlegen … hmmm. Also am besten eine Doppelkassette, die eine mit einer Spielzeit von 90 Minuten, die zweite eine 60er, äh, dann müssten wir bei 45 Minuten für Seite A „Elf und einer“ in der Mitte durchschneiden oder vorher ausblenden und dann leeres Band lassen und spulen … ach, mir platzt der Kopf.

Fast forward … ??

Apropos Vorspulen!

Wir haben es wieder so gemacht, dass die Ansagen am Song VORHER als Anhängsel dran sind. Dann könnt ihr, wenn ihr nach einiger Zeit keinen Bedarf mehr an meinem Gerede habt, auf Skip klicken/drücken, und das nächste Stück startet.

Bei der Schallplatte … naja …
Da ist das dann euer Problem.

Bin gespannt auf eure Schnittberichte!
Vinyl vs. CD.

Asp