Journal

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7. April 2020

Kurz und bündig

Liebes öffentliches Tagebuch,

zu meinem Team gehören freilich nicht nur Kreativschaffende, sondern auch viele andere, die nun in der zweiten, aber nicht in der unwichtigeren Reihe stehen.

Zum Beispiel die lieben Leute in meiner Crew, die für viele Bands und Veranstaltungen tätig sind, beziehungsweise waren. Denn die können momentan nichts tun, als zu Hause darauf zu warten, dass sich die Lage bessert. Aber wer kein dickes Finanzpolster hat – und gerade in der Branche, in der es meist mehr um Leidenschaft als die großen Gewinne geht, ist das eher selten vorhanden –, hat nun echte Probleme.
Auch bei den Veranstaltern, den Clubs und den Booking-Agenturen ist Insolvenz die Folge und Kurzarbeit für Mitarbeiter beantragt oder bereits installiert.
Unser kleines Shop-Team ist davon vorerst nicht betroffen. Noch versuchen wir das „normale Leben“ aufrechtzuerhalten, auch wenn bei den vielen Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb von Normalität eigentlich nicht die Rede sein kann, denn alles läuft mittlerweile kontaktlos und selbst beim Packen wird überpenibel vorsichtig agiert. Auch wenn man beim aktuellen Wissensstand davon ausgeht, dass der Virus über die Ware nicht übertragbar ist, wollen wir auf Nummer sicher gehen. Das kostet Zeit und Nerven, ist aber momentan kein Problem, denn viel los ist natürlich nicht, bei der ganzen Unsicherheit, die momentan herrscht. Auch hier merken wir: Musik und Shirts sind grade natürlich nicht das Wichtigste. Absolut nachvollziehbar, ihr Lieben.


Aber es ist dennoch klasse, dass wir das dank eurer Hilfe im vergangenen Jahr noch ein, zwei Monate so durchhalten können. Danke dafür, im Namen des gesamten Teams.

Bleibt bitte gesund!

Euer Asp

„Abstand mit Anstand“